Flensburgs Handballprofi Magnus Jöndal wirft aufs Tor. © IMAGO / Aleksandar Djorovic

Flensburg sinnt auf Revanche gegen Skopje

Stand: 09.02.2021 11:59 Uhr

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt empfangen am Donnerstag in der Champions League Vardar Skopje aus Nordmazedonien.

von Jan Kirschner

Auf dem ersten Blick sieht es rosig für die Schleswig-Holsteiner aus. Mit 15:3 Punkten führen sie die Staffel A der Champions League an. Mit einem weiteren Sieg am Donnerstag - um 18.45 Uhr beginnt die Heimpartie gegen Vardar Skopje - würde ein erster oder zweiter Platz in der Endabrechnung immer wahrscheinlicher werden. "Dann könnten wir das Achtelfinale überspringen, was unser Pensum im Frühjahr um zwei Paarungen entlasten würde", erklärte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Seine Aussage basiert auf dem Modus, den die europäische Handball-Föderation EHF vor der Saison ausgegeben hatte. Demnach würden die Ränge sieben und acht das Ausscheiden bedeuten, die Ränge drei bis sechs würden das Achtelfinale bringen.

Tabelle nur als Setzliste?

Vor Weihnachten veröffentlichte die EHF allerdings eine Alternative - für den Fall, dass die Gruppenphase wegen diverser Spielausfälle nicht abgeschlossen werden kann. Dann würden alle 16 Teilnehmer in das Achtelfinale einziehen. Kein Team würde ausscheiden oder eine Runde überspringen. Dann wären die Tabellen nicht mehr als eine Setzliste. Und dieses Szenario wird immer wahrscheinlicher.

Während die Flensburger immerhin schon neun der 14 Partien absolviert haben, stagniert ausgerechnet der aktuelle Gegner aus Nordmazedonien bei nur sechs ausgetragenen Spielen. Zuletzt wurde die für Dienstag vorgesehene Auswärtspartie bei Paris Saint-Germain erneut abgesagt - laut Homepage des französischen Meisters aufgrund neuer Quarantäne-Bestimmungen für Länder außerhalb der Europäischen Union.

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Einzige CL-Niederlage in Skopje

Das Spiel am Donnerstag in Flensburg soll stattfinden und bekommt den Charakter einer Revanche. Die SG hat bislang nur einmal verloren - das aber ausgerechnet beim HC Vardar Skopje, der kurioserweise im Hinspiel seinen einzigen Sieg landete. Das war im Oktober. "Diese Niederlage in Skopje ist zu erklären", sagte SG-Trainer Maik Machulla. "Es war ein Tagestrip, die Spieler saßen vormittags vier Stunden im Flieger und hatten schon ein wenig im Kopf, dass nur 48 Stunden später das Landesderby in Kiel stattfinden würde."

Einsatz von Kapitän Svan fraglich

Personell klaffen im SG-Kader ein paar Lücken. Jacob Heinl (Knie-Operation) und Franz Semper (Kreuzbandriss) werden in dieser Saison gar nicht mehr spielen. Hinter den Einsätzen von Kreisläufer Johannes Golla (positiver Corona-Test) und von Kapitän Lasse Svan (Wade) stehen größere Fragezeichen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.02.2021 | 23:03 Uhr

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