Stand: 08.10.2019 11:23 Uhr

Aufsteiger Osnabrück: Arbeiten, lernen, wachsen

von Ingmar Deneke, NDR.de
VfL-Trainer Daniel Thioune (l.) will seine Mannschaft besser machen.

Der VfL Osnabrück war mit der großen Euphorie eines Aufsteigers in die Zweitliga-Saison gestartet - und überraschte mit einem Traumstart. Neun Punkte holten die Lila-Weißen in den ersten fünf Spielen. Nach dem umjubelten 3:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC belegte der VfL den vierten Tabellenplatz, die Niedersachsen genossen ihren Höhenflug. "Eine schöne Momentaufnahme", sagte Trainer Daniel Thioune an diesem Tag Anfang September.

Zweite Länderspielpause steht an

Danach unterbrach eine Länderspielpause den guten Lauf des VfL: "Das hat uns ein bisschen ausgebremst", beklagte Thioune nach der Heimniederlage am Montagabend gegen Bielefeld: "Da sind wir mit einem guten Ergebnis in die Pause gegangen, jetzt mit einem schlechten." Seit vier Spielen sind die Niedersachsen sieglos, seit dem genannten Erfolg gegen den KSC. Die schöne Momentaufnahme ist verblasst. Als Tabellen-13. haben die Lila-Weißen nur zwei Punkte Abstand zur Abstiegszone. Die aktuelle Länderspielpause kommt diesmal gerade recht.

Thioune: "Wir müssen lernen"

"Jetzt müssen wir uns ein bisschen schütteln", sagte Thioune, der zudem betonte: "Das ist ein Entwicklungsprozess. Wir müssen lernen." Lernen aus dem schwachen Auftritt beim Liga-Schlusslicht Wehen-Wiesbaden, lernen aus dem Derby gegen das Topteam aus Bielefeld, das dem VfL die Grenzen aufgezeigt hat. "Das war bisher die beste Mannschaft, gegen die wir in der Saison gespielt haben. Eine reife Leistung der Arminia."

"Große Aufgaben" vor der Brust

An der eigenen Reife arbeiten die Osnabrücker fleißig, zielstrebig und zukunftsorientiert. "Wir schauen nur nach vorne, nicht nach hinten", gab Thioune die Richtung vor. Aktuell hakt es vor allem im Angriff, der Aufsteiger agiert spielerisch limitiert - gute Torchancen sind zur Mangelware geworden. "Wir sind bereit, daran zu arbeiten", so der 45 Jahre alte VfL-Coach, der "große Aufgaben" auf seine Mannschaft zukommen sieht: "Entsprechend müssen wir da ein bisschen was besser machen."

Nächste Station Hannover

Die nächste Herausforderung für Kapitän Marc Heider und seine Kollegen ist das Niedersachsen-Duell bei Hannover 96 am 20. Oktober. "Wir müssen uns Stück für Stück in die Liga reinarbeiten. Dass das ein schwerer Weg wird, wussten wir alle. Jetzt gilt es, die Köpfe nicht hängenzulassen, die Pause zu nutzen und mit frischen Beinen zurückzukommen", so Heider. Damit die Osnabrücker endlich mal wieder eine schöne Momentaufnahme erleben können. Mittelfelspieler Ulrich Taffertshofer jedenfalls sieht der Zukunft optimistisch entgegen. "Wir brauchen uns weiterhin vor niemandem verstecken. Wir werden im nächsten Spiel wieder komplett Gas geben und alles raushauen und dann kommen die Punkte von alleine."

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Sport aktuell | 08.10.2019 | 09:25 Uhr