Stand: 16.06.2019 11:45 Uhr

DFB-Pokal: Atlas Delmenhorst zieht Werder Bremen

Die Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal hat dem Norden vier absolute Top-Paarungen beschert. Der SV Atlas Delmenhorst aus der Oberliga Niedersachsen empfängt den Bundesligisten Werder Bremen. Beide Städte grenzen aneinander. "Alle freuen sich, alle jubeln - Klasse-Los!", sagte Atlas-Spieler Kevin Radke nach der Auslosung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund, die am Sonnabend im Rahmen der Sportschau stattfand. Der Abwehrspieler wünscht sich ein Duell in großem Rahmen: "Ich hoffe, wir dürfen im Weser-Stadion spielen. Es ist für mich immer ein Kindheitstraum gewesen." Das Atlas-Stadion fasst 12.000 Zuschauer, die Begegnung dürfte aber deutlich mehr Besucher anlocken. Atlas will mit Werder über eine Verlegung sprechen.

Auch die Bremer freuen sich auf die Partie: "Wir freuen uns sehr über das Los. Das Spiel ist aufgrund der Nähe für das gesamte Werder-Land etwas Besonderes", so Chefcoach Florian Kohfeldt, der aus Delmenhorst stammt.

Drochtersen/Assel gegen Schalke

Richtig jubeln durften neben den Delmenhorstern auch der VfB Lübeck, Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück und die SV Drochtersen/Assel. Dem Regionalligisten blieb das Losglück treu. Vor drei Jahren zog er Borussia Mönchengladbach, im vergangenen Jahr das Traumlos FC Bayern München - dieses Mal bescherte Losfee Nia Künzer dem Verein Schalke 04. "Wir freuen uns. Das finde ich richtig gut, Schalke ist ein richtig guter Gegner für uns", sagte der Vorsitzende Rigo Gooßen. Der schleswig-holsteinische Landespokalsieger VfB Lübeck darf sich wie Delmenhorst ebenfalls auf ein Nordderby freuen. Gegner ist Zweitligist FC St. Pauli.

Der VfL Osnabrück empfängt den Champions-League-Teilnehmer und Pokalfinalisten RB Leipzig. "Wir werden einen heißen Kampf liefern. Unser Ziel ist es, irgendwann mal nach Berlin zu kommen", sagte Osnabrücks Vizepräsident Michael Wernemann.

Wolfsburg in Halle, Hansa wieder gegen Stuttgart

Bundesligist VfL Wolfsburg steht vor einer recht anspruchsvollen Aufgabe beim Drittligisten Hallescher FC. Beim Zweitligisten Hamburger SV steht der neue Trainer Dieter Hecking vor einem schwierigen Pflichtspiel. Es geht in der ersten Runde zu Drittliga-Aufsteiger Chemnitzer FC. Bundesliga-Absteiger Hannover 96 gastiert beim Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC. Diese Partie gab es bereits im vergangenen Jahr in der ersten Runde, 96 siegte seinerzeit mit 6:0. Für Drittligist FC Hansa Rostock gibt es eine Wiederauflage des Erstrundenspiels aus der vergangenen Saison. Erneut ist der VfB Stuttgart der Gegner. Gutes Omen: Damals gelang eine Überraschung, der FCH siegte mit 2:0. Hansa-Coach Jens Härtel war nicht ganz glücklich mit dem Los: "Es ist ein bisschen ärgerlich, weil Stuttgart schon im letzten Jahr in Rostock war und dann auch noch ausgeschieden ist. Von der Seite werden sie natürlich gewarnt sein", sagte der 50-Jährige dem NDR.

Dassendorf gegen Dresden, Oberneuland gegen Darmstadt

Zweitligist Holstein Kiel reist zum klassentiefsten Club, dem Sechstligisten FSV Salmrohr. Die TuS Dassendorf aus der Oberliga Hamburg empfängt den Zweitligisten Dynamo Dresden. Und auch der FC Oberneuland (Bremen-Liga) trifft zu Hause auf einen Zweitligisten, auf den SV Darmstadt 98.

Die erste Runde wird vom 9. bis 12. August ausgetragen. Die genauen Ansetzungen werden "frühestens zehn bis zwölf Tage nach der Auslosung bekanntgegeben", heißt es auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes. Das Finale findet am 23. Mai 2020 im Berliner Olympiastadion statt.

Weitere Informationen

Ergebnisse und Ansetzungen im DFB-Pokal

Die Spielpaarungen im DFB-Pokal der Saison 2019/2020 hier im Überblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 15.06.2019 | 22:40 Uhr

Mehr Sport

02:32
Schleswig-Holstein Magazin