Marc Heider vom VfL Osnabrück (l.) im Zweikampf mit Willi Evseev vom SV Meppen © imago images/osnapix Foto: Titgemeyer

VfL Osnabrück - SV Meppen: "Schönes Derby vor geiler Kulisse"

Stand: 18.09.2021 10:15 Uhr

Der VfL Osnabrück empfängt den SV Meppen zum Niedersachsen-Duell in der Dritten Liga. Das Derby an der Bremer Brücke ist zu Corona-Zeiten mit rund 8.000 Zuschauern ausverkauft. Die Vorfreude ist auf beiden Seiten groß.

"Das Spiel ist sogar noch ein Tick mehr Derby, als es Braunschweig gewesen ist", betonte Sebastian Klaas, der aus der Gegend stammt und schon seit frühen Jugendtagen für den VfL kickt. Kurioserweise hat der 23-Jährige selbst noch kein ein Derby gegen Meppen gespielt - nicht zuletzt wegen seiner langen Verletzungsgeschichte. Umso mehr hat sich der Offensivmann vorgenommen: "Ich freue mich darauf, dass bei diesem Heimspiel noch ein bisschen mehr Feuer in der Luft liegt." Der Sportclub zeigt die Partie heute ab 14 Uhr im Fernsehen und bei NDR.de.

Meppener Fans feiern schon vor dem Spiel

Neben mehr als 7.000 Osnabrücker Anhängern erwarten die Gastgeber auch - unter dem 2G-Status - 750 Meppener, so viele Auswärtsfahrer wie seit Beginn der Corona-Phase nicht. Die Fans des SVM machten in der vergangenen Woche keinen Hehl aus ihrer Vorfreude. Obwohl das Team am vergangenen Freitag sein Heimspiel gegen die U23 des SC Freiburg (0:1) verloren hatte, feierten die Zuschauer die Spieler auch Stunden nach dem Abpfiff noch mit Gesängen.

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Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: Taweesak Jarearnsin

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Als die Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt natürlich längst in den Katakomben des Stadions verschwunden war, das mitbekam, ging es wieder in die Kurve. "Das war ja nicht auf Sparflamme, sondern man hat gemerkt, dass jeder aus Überzeugung und tiefstem Herzen die Lieder gesungen hat. Und das ist auch bei uns Spielern angekommen", sagte Innenverteidiger Steffen Puttkammer der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Routinier sprach von einer "überragenden Botschaft" und einem "überragenden Miteinander".

"Zeigen, dass wir der Chef in der Region sind"

Nach dem sportlichen Abstieg in der vergangenen Saison stehen die Meppener nunmehr gut da. Der Start mit elf Punkten aus acht Spielen und Tabellenplatz 13 kann sich durchaus sehen lassen. Nicht zuletzt, weil es bei Zweitliga-Absteiger Osnabrück als Tabellen-Drittem noch besser läuft, erwartet VfL-Trainer Daniel Scherning "ein schönes Derby vor einer geilen Kulisse. Wir sind heiß auf Samstag."

Wie Klaas wird es auch für den Coach, der vor der Saison auf den glücklosen Markus Feldhoff gefolgt ist, das erste Derby Osnabrück - Meppen. Er habe sich in den einschlägigen Medien intensiv mit der Bedeutung des Spiels auseinandergesetzt, ließ Scherning wissen. Ein anderes Herangehen als sonst solle seine Mannschaft jedoch nicht zeigen. Der Trainer forderte wie immer "viel Intensität, hohes Pressing, Zweikampfstärke und Umschaltspiel".

Ein Spiel wie jedes andere ist es für den in der Region verwurzelten Klaas mitnichten. Sein Ziel ist klar: "Wir wollen zeigen, dass wir der Chef in der Region sind."

Mögliche Aufstellungen:

VfL Osnabrück: Kühn - O. Traoré, Gugganig, Trapp, Kleinhansl - Köhler - Simakala, Klaas, Kunze, Opoku - Heider
SV Meppen: Harsman - Ballmert, Puttkammer, Al-Hazaimeh, Dombrowka - Käuper, Blacha - Faßbender, Tankulic, Hemlein - Koruk

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 18.09.2021 | 14:00 Uhr

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