Stand: 07.12.2019 17:54 Uhr

Osnabrück läuft heiß: VfL siegt auch in Kiel

von Florian Neuhauss, NDR.de
Die Osnabrücker jubelten in Kiel gleich viermal.

Der VfL Osnabrück hat seine Festwochen in der Zweiten Liga fortgesetzt. Bei Holstein Kiel gewann der Aufsteiger dank einer bärenstarken zweiten Hälfte mit 4:2 (1:2). Die Niedersachsen sind damit bereits seit sieben Spielen ungeschlagen - die Höhepunkte waren die Heimsiege gegen die Aufstiegsfavoriten VfB Stuttgart (1:0) und Hamburger SV (2:1). "In Kiel zweimal einen Rückstand aufzuholen und dann auch noch so zu drehen - Hut ab", freute sich Doppeltorschütze Marcos Alvarez am NDR Mikrofon. Für Holstein war's ein rabenschwarzer Sonnabend. Vor der Pause machten die "Störche" eines ihrer besten Heimspiele der Saison, am Ende mussten sie nicht nur eine klare Niederlage, sondern auch noch einen Platzverweis für Jonas Meffert quittieren. "Wir werden die Fehler in Ruhe analysieren und daraus unsere Schlüsse ziehen", meinte Holstein-Coach Ole Werner. Über ihren Jahres-Zuschauerrekord konnten sich die Kieler nicht freuen.

Kiel und Osnabrück denken offensiv

Die beiden Mannschaften hielten sich nicht lange mit Vorgeplänkel auf, spielten von Beginn an offensiv.

16.Spieltag, 07.12.2019 13:00 Uhr

Holstein Kiel

2

VfL Osnabrück

4

Tore:

  • 1:0 Serra (10.)
  • 1:1 Alvarez (31., Foulelfmeter)
  • 2:1 Mühling (42., Handelfmeter)
  • 2:2 Alvarez (48.)
  • 2:3 Blacha (63.)
  • 2:4 Br. Henning (77.)

Holstein Kiel: Gelios - Neumann (77. Schmidt), Wahl, Thesker, van den Bergh (77. Atanga) - Meffert, Mühling, S. Özcan, Iyoha (66. M. Baku), J. Lee - Serra
VfL Osnabrück: P. Kühn - Ajdini, Heyer, Van Aken, Wolze - Köhler, Taffertshofer, Blacha (72. Br. Henning), Ouahim (90.+1 Farrona Pulido), Alvarez (60. Girth) - Heider
Zuschauer: 11920

Weitere Daten zum Spiel

Nach einem schnell ausgeführten Freistoß hätten die Kieler ihre Gäste um ein Haar schon in der ersten Minute kalt erwischt. Jae-Sung Lees Hereingabe fand am langen Pfosten Alexander Mühling, doch der kam einen Schritt zu spät und traf den Ball nicht richtig.

Sechs Minuten später hatte auch Osnabrücks Anas Ouahim nach einem tollen Solo die Führung auf dem Fuß, sein Schuss wurde aber gerade noch geblockt. Sekunden später lag der Ball doch im KSV-Tor, Ouahim stand allerdings klar im Abseits. Das 1:0 machten dann die "Störche". Diesmal brachte Salih Özcan den Ball von links in die Mitte, und dort vollstreckte Janni Serra in der Mitte genauso artistisch wie wuchtig (10.).

Mit der Führung im Rücken wurden die Schleswig-Holsteiner nun immer dominanter. Serra hätte den zweiten Treffer nachlegen können, verfehlte jedoch das Tor (15.). Auch die weiteren Angriffe führten nicht zum Erfolg. Die Osnabrücker versuchten sich ihrerseits an einer Antwort, bissen sich an der gegnerischen Defensive jedoch die Zähne aus.

Videobeweis + Handspiel = zwei Elfmeter

Ein Videobeweis brachte die Lila-Weißen dann zurück ins Spiel. Phil Neumann hatte VfL-Kapitän Marc Heider im Strafraum zu Fall gebracht. Doch Schiedsrichter Alexander Sather entschied zunächst auf Weiterspielen. Allerdings musste der Osnabrücker behandelt werden. Und dann meldete sich Köln. Sather sah sich die Szene noch mal am Bildschirm an und entschied zu Recht auf Elfmeter. Alvarez trat an, verlud KSV-Keeper Ioannis Gelios und glich aus (31.). Doch die Freude der Niedersachsen währte nur kurz, nach einem Handspiel von Joost van Aken gab es auch auf der anderen Seite Strafstoß - und auch Mühling verwandelte souverän (42.) zur verdienten Pausenführung.

Osnabrück dreht nach der Pause auf

Doch die war schnell wieder dahin: Drei Minuten nach Wiederanpfiff zirkelte Alvarez einen Freistoß aus 25 Metern zum erneuten Ausgleich in den Winkel. Der Treffer brachte Kiel sichtlich aus dem Konzept. Nichts war mehr zu sehen vom druckvollen Spiel der ersten Hälfte. Und dann legten die Osnabrücker sogar noch nach. Holstein bekam den Ball nicht weg, einzig David Blacha behielt den Überblick und traf aus dem Gewühl heraus zum 3:2 für die Gäste (63.). Der Spielverlauf war damit endgültig auf den Kopf gestellt - und diesen verloren die Gastgeber in der Folge völlig. Erst liefen sie in einen Konter, den Joker Bryan Henning eiskalt zum 4:2 verwertete. Dann flog auch noch Meffert zum zweiten Mal in dieser Saison vom Platz. Der Mittelfeldmann sah zunächst Gelb wegen Meckerns, zeigte Schiedsrichter Sather einen Vogel und wurde unter die Dusche geschickt (81.). Spätestens jetzt stand der sechste Saisonsieg des VfL fest.

Weitere Informationen

Ergebnisse und Tabelle 2. Fußball-Bundesliga

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick. mehr

So überraschte der Sportclub Marcos Alvarez

Sportclub -

Marcos Alvarez ist Osnabrücks erfolgreichster Torjäger - und ein Familienmensch durch und durch. Der Sportclub überraschte ihn mit dem Auftritt seiner Schwester, Sängerin Alicia Alva.

4,63 bei 27 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 07.12.2019 | 13:00 Uhr