Stand: 22.05.2020 14:50 Uhr

Kiel - Stuttgart: Duell der "Last-Minute-Deppen"

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Den "Corona-Torjubel" beherrschen die Kieler, gelingt am Sonntag auch der erste Sieg vor leeren Kulissen?

Derzeit ist Holstein Kiel nur Tabellenachter der zweiten Fußball-Bundesliga, darf aber trotzdem ein gewichtiges Wort in Sachen Aufstieg mitreden. Allerdings geht es dabei weniger um die eigenen sportlichen Ziele. Vielmehr spielt die Mannschaft von Trainer Ole Werner in den kommenden 18 Tagen gegen die drei top-platzierten Clubs der Liga und kann somit zum Zünglein an der Waage im Aufstiegskampf werden. Los geht es heute (13.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) mit dem Heimspiel gegen den Tabellendritten VfB Stuttgart. Nach dem Gastspiel in Bochum (27. Mai) empfangen die Kieler drei Tage später Spitzenreiter Bielefeld, am 8. Juni geht es zumTabellenzweiten Hamburger SV.

Wahl: Spiele gegen den VfB für jeden ein "Highlight"

Dabei könnten die "Störche" selbst ganz oben mitmischen, wenn sie in dieser Saison nicht so oft sicher geglaubte Siege in letzter Minute weggegeben hätten, wie zum Beispiel im November beim 1:1 gegen den HSV oder am vergangenen Wochenende beim 2:2 in Regensburg.

"Wir sind die dämlichste Mannschaft der Liga", schimpfte Verteidiger Hauke Wahl im NDR Hörfunk. "Wir haben in vielen Partien spielerisch überzeugt, standen mit eineinhalb Füßen in der Siegertür und sind nicht durchgegangen."

Auch Gegner Stuttgart kennt das "Last-Minute-Leid". Die Schwaben verloren am Sonntag beim Drittletzten SV Wehen Wiesbaden durch einen Elfmeter in der siebten Minute der Nachspielzeit mit 1:2 und sind trotz spielerischer Dominanz nunmehr seit drei Partien sieglos. Für Wahl kommt das nicht überraschend: "Die Zweite Liga ist extrem ekelig. Die Ergebnisse zeigen, dass jeder gegen jeden gewinnen kann. Spiele gegen den VfB Stuttgart sind für alle Mannschaften ein Highlight", sagte der KSV-Kapitän dem Portal "liga-zwei.de".

Geisterkulisse kein Problem

Holstein gewann in der Hinrunde in Stuttgart mit 1:0, damals saß noch der frühere Kieler Coach Tim Walter auf der VfB-Bank. Durch den Erfolg verließen die Schleswig-Holsteiner die Abstiegsränge, Interimscoach Werner sammelte weitere Argumente für eine dauerhafte Anstellung. Am Sonntag müssen die "Störche" nun allerdings mit dem Umstand des ersten Heimspiels vor einer Geisterkulisse leben. Wahl macht sich keine Sorgen: "Die Partie in Regensburg hat gezeigt, dass wir damit schnell zurechtkamen. Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass wir das über 90 Minuten hinbekommen."

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Sportclub | 22.05.2020 | 22:50 Uhr