Stand: 30.09.2019 14:20 Uhr

Polizeikosten: HSV und St. Pauli müssen wohl zahlen

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Die Polizei zeigte bei den jüngsten Hamburger Stadtderbys große Präsenz.

Auf den HSV und den FC St. Pauli kommen offenbar hohe Kosten zu. Die Stadt Hamburg wird die Fußball-Zweitligisten künftig wohl an den Kosten für zusätzliche Polizeieinsätze bei Risikospielen beteiligen. "Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sieht die Welt etwas anders aus", sagte Innensenator Andy Grote und erläuterte: Es sei schwer zu begründen, "warum wir das nicht machen sollen, wenn man die Begründung des Urteils durchliest". Lediglich für die laufende Saison schloss der SPD-Politiker entsprechende Schritte noch aus.

Bremen fordert 1,17 Millionen Euro von der DFL

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Das Bundesverwaltungsgericht hatte im März entschieden, dass eine Beteiligung der Vereine an zusätzlichen Polizeikosten bei Risikospielen grundsätzlich rechtens ist - und damit der Stadt Bremen im jahrelangen Streit Recht gegeben. Seit dem umfangreichen Polizeieinsatz beim Spiel von Werder gegen den HSV im April 2015 verschickt die Stadt regelmäßig Gebührenbescheide an die Deutsche Fußball Liga (DFL). Nach dem Urteil hat der Verband angekündigt, die vier Gebührenbescheide in Höhe von insgesamt 1,17 Millionen Euro nun fristgerecht zu begleichen, erhob aber zugleich Widerspruch und behielt sich vor, die Bescheide einzeln überprüfen zu lassen. Außerdem sei noch der Gang vor das Bundesverfassungsgericht möglich. Vorerst soll Werder 50 Prozent der Kosten tragen.

Taktik der Hamburger Polizei funktioniert

Grote setzt zunächst auf Gespräche mit den Vereinen und der DFL. Zumal die Hamburger Polizei mit ihrer strikten Trennung der Fanlager beim Hamburger Derby zuletzt sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Auch beim jüngsten Aufeinandertreffen der beiden Hamburger Proficlubs war es weitestgehend ruhig geblieben. Allerdings geht es auch um die anderen Heim-Partien im Volkspark und am Millerntor.

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Dieses Thema im Programm:

Sportplatz | 30.09.2019 | 16:30 Uhr