Stand: 12.06.2020 20:25 Uhr

Knipser Pohjanpalo lässt HSV in Dresden spät jubeln

von Florian Neuhauss, NDR.de
HSV-Stürmer Joel Pohjanpalo (r.) jubelt mit Jan Gyamerah © imago images/Eibner Foto: Bert Harzer
Joel Pohjanpalo (r.) erzielte in Dresden seinen achten Treffer für den HSV im elften Spiel.

Auch der Hamburger SV kann späte Tore schießen: Dank Joel Pohjanpalo hat der HSV im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga am Freitagabend einen wichtigen Sieg eingefahren. Der Finne schoss den Aufstiegsanwärter, der sich zumindest vorübergehend auf den zweiten Platz vorschob, mit seinem schon achten Saisontor zum 1:0 (0:0)-Erfolg bei Schlusslicht Dynamo Dresden. Der Hauptkonkurrent aus Stuttgart spielt am Sonntag in Karlsruhe. "Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, wir haben nicht die Ruhe verloren", freute sich Trainer Dieter Hecking im ARD-Hörfunk.

Hunts Vertrag verlängert

Besonders schön war das Auswärtsspiel in Dresden für Aaron Hunt. Der Vertrag des Kapitäns hat sich durch seinen 20. Saisoneinsatz automatisch um ein Jahr verlängert. Zudem feierte Jan Gyamerah sein Comeback nach monatelanger Verletzungspause.

Harnik lässt zwei Großchancen liegen

Wie die Partie gegen Kiel (3:3) geendet hatte, begann das Duell in Dresden - mit einem Tiefschlaf in der HSV-Defensive.

31.Spieltag, 12.06.2020 18:30 Uhr

Dyn. Dresden

0

Hamburger SV

1

Tore:

  • 0:1 Pohjanpalo (84.)

Dyn. Dresden: Broll - Kreuzer, Ehlers, F. Ballas, Löwe - Nikolaou (54. J. Müller) - P. Schmidt (73. Terrazzino), Ebert (79. Mar. Hartmann), Horvath - Makienok, Königsdörffer (54. Jeremejeff)
Hamburger SV: Pollersbeck - Vagnoman (79. Gyamerah), Letschert, van Drongelen, Leibold - Hunt, Fein, Kinsombi (69. Schaub) - Harnik (79. Hinterseer), Pohjanpalo, Kittel (60. Jatta)
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Adrian Fein vertendelte an der Mittellinie den Ball und konnte sich glücklich schätzen, dass die Hausherren davon selbst überrascht schienen. Am Ende war es der zurückgeeilte Hunt, der vor dem einschussbereiten Simon Makienok klärte (3.). Doch die Hamburger waren danach zumindest wach und näherten sich dem Dynamo-Tor an. Sonny Kittel (5.) und Martin Harnik (7.), der einzige Neue in der Startelf, verfehlten das Ziel. Bei einer gefährlich abgefälschten Flanke von Tim Leibold war Schlussmann Kevin Broll auf dem Posten (8.).

Nachdem Kittel noch einen Freistoß knapp verzogen hatte, kam Harnik zu zwei "100-prozentigen Chancen". Über Hunt, dem besten Spieler der ersten halben Stunde, und David Kinsombi kam der gebürtige Hamburger im Sechzehner zum Abschluss. Der Ball rauschte aber über den Querbalken (19.). Zehn Minuten später stand Harnik erneut frei vor Broll, doch anstatt selbst abzuschließen, spielte er einen Fehlpass. Die letzte große Möglichkeit der ersten Hälfte hatte Kittel, der mit seinem Schuss am gut reagierenden Broll scheiterte (45.).

HSV deutlich schwächer - aber mit dem Tor

Nach dem Seitenwechsel taten sich die Gäste zunächst deutlich schwerer.

Dynamo hatte nun mehr Ballbesitz, ohne allerdings selbst gefährlich zu werden. Zu allem Überfluss sah HSV-Verteidiger Rick van Drongelen auch noch seine fünfte Gelbe Karte und fehlt am Dienstag gegen Osnabrück.

Die erste zwingende Aktion ließ bis zur 65. Minute auf sich warten. Joker Bakery Jatta umkurvte zwei Dresdner, Broll lenkte den Schuss aber noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Kurz darauf hallte ein Lattentreffer durchs weite und leere Runde: Bei Pohjanpalos Kopfball wäre Broll machtlos gewesen (72.). Der Torhüter entschärfte nur Sekunden später erneut einen Jatta-Abschluss. Als es schon so aussah, als ob nichts mehr passieren würde, schlug der HSV doch noch zu. Leibold setzte sich links stark durch, in der Mitte war Pohjanpalo zur Stelle - 1:0 (84). Und diesmal brachten die Hamburger den Sieg über die Zeit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 12.06.2020 | 23:03 Uhr

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