Stand: 19.10.2019 14:57 Uhr

St. Pauli gegen Darmstadt stets bemüht, aber 0:1

von Johannes Freytag, NDR.de
St. Paulis Kapitän Daniel Buballa kann es nicht fassen - 0:1 gegen Darmstadt.

Ernüchterung am Millerntor: Nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge hat es Fußball-Zweitligist FC St. Pauli - unerwartet - wieder erwischt. Die Kiezkicker unterlagen am Sonnabend im eigenen Stadion gegen den bisherigen Tabellenvorletzten Darmstadt 98 mit 0:1 (0:0). Die Elf von Trainer Jos Luhukay hatte zwar über weite Strecken mehr Ballbesitz und letztlich auch mehr Torgelegenheiten, konnte jedoch nicht wirklich überzeugen. "Wir waren über 90 Minuten nie zielstrebig und entschlossen genug", sagte der Niederländer nach der Partie. Darmstadt agierte sehr defensiv, setzte mit Kontern aber immer wieder Nadelstiche gegen die vollends sattelfeste Defensive St. Paulis. Victor Palsson sorgte per Kopf für den einzigen Treffer der Partie.

Kein Durchkommen gegen Darmstadts Bollwerk

Luhukay baute erneut seine Abwehrformation um, erstmals in dieser Saison bildeten Florian Carstens und James Lawrence das Innenverteidiger-Duo - für Carstens war es zudem das Startelf-Debüt am heimischen Millerntor. Im Sturm begann Dimitrios Diamantakos, der zuletzt dreimal verletzt gefehlt hatte.

10.Spieltag, 19.10.2019 13:00 Uhr

FC St. Pauli

0

SV Darmstadt

1

Tore:

  • 0:1 Pálsson (80.)

FC St. Pauli: Himmelmann - Ohlsson, Carstens, Lawrence (78. Östigard), Buballa - Becker, Knoll (58. Buchtmann) - Miyaichi, Möller Daehli, Sobota (72. Flum) - Diamantakos
SV Darmstadt: Schuhen - P. Herrmann, Dumic, Höhn, Holland - Paik, Pálsson (88. Y. Stark) - Heller (61. Skarke), Marvin Mehlem, Honsak (77. T. Kempe) - Dursun
Zuschauer: 29412

Weitere Daten zum Spiel

St. Pauli begann offensiv und hatte durch einen Distanzschuss von Marvin Knoll bereits nach zwei Minuten die erste Torgelegenheit. Doch danach verpuffte der Anfangsschwung, die Darmstädter kamen ihrerseits besser in die Partie und stellten die neuformierte Defensive der Hausherren das eine oder andere Mal vor Probleme. So musste sich Robin Himmelmann gegen Patrick Herrmann gehörig strecken, um mit einer Flugeinlage den möglichen Rückstand zu verhindern (11.). Kurz darauf packte St. Paulis Torwart vor dem heranrauschenden Mathias Honsak zu (13.). Für die Kiezkicker entwickelte sich in der Folgezeit ein Geduldsspiel. Gegen die kompakt mit zwei Viererreihen agierenden Gäste gab es kaum ein Durchkommen, trotz fast 70 Prozent Ballbesitz sorgten die Braun-Weißen kaum für Torgefahr. Darmstadts Keeper Marcel Schuhen musste lediglich bei zwei Schüssen von Diamantakos eingreifen (34., 42.). So ging es torlos in die Pause.

Gegentor Quittung für fehlenden Mut

Knapp drei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Darmstadt hätte in Führung gehen müssen: Marvin Mehlem schickte am Mittelkreis Honsak auf die Reise, der Ex-Kieler lief alleine auf Himmelmann zu, ließ sich aber abdrängen und vertändelte schließlich den Ball (48.). Kurz darauf hatte auch St. Pauli endlich seinen Hochkaräter: Mats Möller Daehli legte im Strafraum mit der Hacke ab, Finn-Ole Beckers Direktschuss wehrte Schuhen ab (56.).

Wer nun nach diesen beiden guten Chancen ein temporeiches Spiel mit zahlreichen Torraumszenen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Bis auf einen Abseitstreffer von Waldemar Sobota (63.) brachte St. Pauli offensiv nichts zustande. Trainer Luhukay wechselte zwar dreimal, verzichtete dabei aber zum Beispiel auf die Stürmer Viktor Gyökeres und Boris Tashchy. Stattdessen durften die defensiven Johannes Flum und Leo Östigard aufs Feld. Und kam es, wie es kommen musste: Nach einem Eckball von Tobias Kempe stieg Palsson am höchsten und sorgte per Kopf für die Gästeführung (80.). Serdar Dursun scheiterte in der Nachspielzeit noch einmal an Himmelmann - es reichte aber auch so für den zweiten Saisonsieg der Hessen.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 19.10.2019 | 19:30 Uhr