Stand: 11.12.2018 09:02 Uhr

FC St. Pauli gewinnt Schlagabtausch in Bochum

von Matthias Heidrich, NDR.de
Henk Veermans Treffer zum 2:1 für St. Pauli in Bochum hätte nicht zählen dürfen.

Der FC St. Pauli möchte im Aufstiegsrennen der zweiten Fußball-Bundesliga offenbar ein Wörtchen mitreden. Nach drei 1:1-Unentschieden in Folge fuhren die Kiezkicker am Montag wieder einen Sieg ein. In einem temporeichen Auswärtsspiel beim starken Verfolger VfL Bochum feierten die Hamburger einen 3:1 (2:1)-Erfolg und sind weiterhin Tabellenvierter - nun allerdings punktgleich mit dem Dritten Union Berlin. "Wir haben unsere Unentschieden-Serie durchbrochen. Das war sehr wichtig. Wir sind happy", sagte St. Paulis Henk Veerman - und sein Sturmpartner Sami Allagui fügte hinzu: "In den beiden Spielen vor der Winterpause wollen wir weitere Punkte für eine gute Ausgangslage holen."

Zander flankt, Allagui köpft - 1:0

Bochum legte vor eigenem Publikum los wie die Feuerwehr. Eine VfL-Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Tor der Gäste zu. Die zeigten sich allerdings eiskalt. Nach einer Viertelstunde flankte Luca Zander passgenau auf den Kopf von Allagui, und auf einmal führten die Kiezkicker mit 1:0. Bochum ließ sich davon aber nicht beirren. Zunächst traf Görkem Saglam nur das Außennetz (17.), doch in der 35. Minute markierte Lukas Hinterseer mit einem schönen Schuss den verdienten Ausgleich für die weiterhin dominierenden Hausherren.

Veerman startet zu früh und trifft

16.Spieltag, 10.12.2018 20:30 Uhr

VfL Bochum

1

FC St. Pauli

3

Tore:

  • 0:1 Allagui (15.)
  • 1:1 Hinterseer (35.)
  • 1:2 Veerman (42.)
  • 1:3 Möller Daehli (86.)

VfL Bochum: M. Riemann - Celozzi, Gyamerah, Hoogland, Danilo Soares - Losilla, Tesche - Weilandt, Saglam (66. Ganvoula), Sam - Hinterseer
FC St. Pauli: Himmelmann - L.-M. Zander, Avevor, Ziereis, Kalla - Dudziak, Flum (74. Zehir) - Miyaichi (76. Möller Daehli), Sobota, Allagui (83. Nehrig) - Veerman
Zuschauer: 22916

Weitere Daten zum Spiel

St. Pauli blieb aber bei Kontern gefährlich. Kurz vor der Pause setzte Allagui mit einer überragenden Aktion Ryo Miyaichi in Szene. Der Japaner war frei durch, ging an VfL-Torwart Manuel Riemann vorbei, der ihn nur noch per Grätsche stoppen konnte. Gelb für den Keeper und Elfmeter (41.). Allagui scheiterte zunächst an Riemann, doch im Nachschuss hämmerte Veerman das Leder zum 2:1 für die Hamburger unter die Latte (42.). Glück für St. Pauli, dass Referee Benedikt Kempkes nicht mitbekommen hatte, dass der Niederländer viel zu früh in den Sechzehnmeterraum gelaufen war. Der Strafstoß hätte wiederholt werden müssen.

Himmelmann rettet - Möller Daehli macht alles klar

Nur sieben Sekunden nach dem Wiederanpfiff hätte St. Pauli auf 3:1 erhöhen können. Jeremy Dudziak tauchte nach einer schnellen Kombination vor Riemann auf, scheiterte aber am guten Bochumer Keeper. Auf der anderen Seite rettete Robin Himmelmann den Kiezkickern in der 78. Minute die Führung. Der St.-Pauli-Schlussmann kratzte einen Kopfball von Silvere Ganvoula mit einem starken Reflex von der Linie. In der Schlussphase ging es hin und her. Bochum drückte, St. Pauli konterte. Sidney Sam vergab in der 84. Minute die große Chance zum Ausgleich für den VfL.

Nur zwei Minuten später war der fünfte Auswärtssieg für die Kiezkicker aber unter Dach und Fach. Veerman legte bei einem Konter perfekt für den eingewechselten Mats Möller Daehli auf - 3:1, die Entscheidung.

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Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportplatz | 09.12.2018 | 18:00 Uhr

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