Braunschweigs Dong-won Ji (r.) und Oumar Diakhite sind bedient. © IMAGO / Zink

Braunschweig: Schonungslos selbstkritisch - und kampfbereit

Stand: 21.04.2021 10:21 Uhr

Das 0:3 in Fürth dürfte auch den letzten Spieler von Eintracht Braunschweig wachgerüttelt haben. Trainer Daniel Meyer will die Niederlage schnell abhaken, die gute Ausgangssituation sollte in der englischen Woche tunlichst nicht verspielt werden.

von Florian Neuhauss

Die "Löwen" haben keine Zeit, sich lange mit der enttäuschenden Auswärtsleistung aufzuhalten. Schon am Freitagabend (18.30 Uhr, im NDR Livecenter) steht in der Zweiten Liga das Duell mit Erzgebirge Aue an. "Wir wollen und müssen eine Reaktion zeigen", forderte Meyer, der nach der Niederlage am Dienstag in Franken kein Blatt vor den Mund genommen hatte: "Man hat gesehen, dass ein Aufstiegsaspirant gegen einen Abstiegskandidaten gespielt hat."

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Braunschweigs Dong-won Ji (r.) ist bedient. © IMAGO / Zink

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Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Diese alte Weisheit beherzigten auch die Spieler. Torhüter Jasmin Fejzic, als einziger in Normalform, hatte einen "Qualitätsunterschied" gesehen, und Mittelfeldantreiber Felix Kroos erkärte: "Starker Gegner hin oder her, wir müssen das trotzdem deutlich besser machen und zeigen, dass wir im Abstiegskampf sind. Das haben wir vermissen lassen."

(Noch) kein Grund, in Panik zu verfallen

Meyer fand dann auch schnell einen positiven Denkansatz: "Insbesondere Kroos und Diakhite wirkten aufgrund der drohenden Sperre für das Spiel gegen Aue gehemmt. Sie stehen jetzt zur Verfügung und konnten nach den Auswechselungen Kräfte sparen. Nikolaou und Kaufmann konnten etwas Spielpraxis sammeln."

Angesichts der Ergebnisse, die die "Löwen" seit Mitte Februar eingefahren haben, besteht auch (noch) kein Grund, in Panik zu verfallen. Von den acht Spielen zuvor hatten die Niedersachsen gerade einmal eins verloren. Und auf die verdiente 0:2-Niederlage beim FC St. Pauli folgte mit dem 4:0 beim direkten Konkurrenten Osnabrück eine starke Reaktion. Der Lohn war der Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Aber: Die Tabellensituation ist mit Vorsicht zu genießen, anders als fast alle übrigen Zweitligisten hat der BTSV nur noch vier Partien zu absolvieren.

Kroos: "Wir wollen gegen Aue zurückschlagen"

Die Aufgabe gegen die Erzgebirgler geht der BTSV dennoch mit Selbstvertrauen an. "Wir haben in diesem Jahr hart gearbeitet, gepunktet und uns eine gute Basis erarbeitet. Wir wollen in den verbleibenden vier Partien alles reinhauen", unterstrich Fejzic. Und Kroos sagte: "Wir haben in den vergangenen Wochen eine gute Stabilität gezeigt und wollen gegen Aue zurückschlagen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.04.2021 | 23:03 Uhr

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