Yuya Osako (M.) von Werder Bremen bejubelt sein Tor zum 1:0 im Viertelfinale des DFB-Pokals beim SSV Jahn Regensburg © IMAGO / Zink

Werder beendet Negativserie und steht im Pokal-Halbfinale

Stand: 07.04.2021 22:12 Uhr

Bundesligist Werder Bremen ist im DFB-Pokal-Viertelfinale seiner Favoritenrolle bei Zweitligist Jahn Regensburg gerecht geworden. Die Grün-Weißen gewannen mit 1:0 (0:0) und empfangen im bereits ausgelosten Halbfinale am 30. April Liga-Konkurrent RB Leipzig.

von Martin Schneider

Für den sechsmaligen Pokalsieger aus Bremen, der zum 23. Mal in seiner Geschichte die Runde der letzten Vier erreicht hat, traf Yuya Osako in der 52. Minute zum umjubelten Siegtor. Werder beendete damit auch seine Negativserie mit zuletzt drei Ligapleiten in Folge. "Es ist nichts Alltägliches im Pokal-Halbfinale zu stehen. Wir sind sehr froh und glücklich", sagte Werder-Coach Florian Kohfeldt, der den Erfolg als "verdient" titulierte.

Schwacher Beginn mit wenigen Chancen

Bei leichtem Schneeregen und mit knapp einem Monat Verspätung lieferte der Bundesligist in der Runde der letzten Acht im ersten Durchgang zunächst eine unterkühlte Leistung ab. Werder musste als Favorit selbst die Gestaltung des Spiels übernehmen, was den Gästen deutlich schwer fiel. Zwar waren die Bremer die aktivere Mannschaft, es gelang ihnen jedoch nur selten, gegen die gut sortierten Regensburger Chancen zu kreieren. Der Ausfall von Niclas Füllkrug (Zehenbruch) machte sich deutlich bemerkbar. Es dauerte bis zur 26. Minute, ehe Milot Rashica mit seinem harmlosen Weitschuss für die erste Torannäherung des Spiels sorgte. Ein Freistoß von Kevin Möhwald, der knapp rechts am Tor vorbei ging (45.), war da schon gefährlicher.

Grund für kurze Diskussionen lieferte eine Szene aus der 34. Minute. Ludwig Augustinsson flankte in den Strafraum, Jahn-Kapitän Benedikt Gimber wurde angeschossen. Vereinzelt reklamierten die Norddeutschen Handspiel. Doch Schiedsrichter Guido Winkmann bzw. Video-Assistent Florian Badstübner entschieden: Keine Absicht, angelegter Arm und somit auch kein Strafstoß.

Osako belohnt Werders Steigerung

So zäh die Partie begann, so schnell nahm sie nach dem Seitenwechsel Fahrt auf. Die Overtüre für turbulent-offensive fünf Minuten gehörte den Gästen: Die Bremer ließen sich durch einen schnellen Einwurf der Bayern überrumpeln und Andreas Albers hatte in der 48. Minute plötzlich Platz und Zeit für einen Abschluss. Der Heber des Dänen strich knapp über die Latte - und war ein Weckruf für die Bremer.

Die belagerten anschließend das Tor der Gastgeber, hatten aber nicht das nötige Spielglück. In der 49. Minute scheitere Niklas Moisander noch mit einem Kopfball nach einer Ecke am Pfosten. Drei Minuten später durften die Bremer jubeln. Füllkrug-Vertreter Osako hatte sich im Rücken der Regensburger Verteidiger davon geschlichen und vollendete einen Traumpass von Marco Friedl aus der Drehung zum 1:0.

Werder kontrolliert die Partie bis zum Ende

Es war das erste Pflichtspieltor des Japaners in dieser Saison, der seiner Form bisher meist hinterherlief. Doch wenn der Knoten erstmal geplatzt ist, spielt es sich befreiter auf. In der 67. Minute war Osako erneut zur Stelle, verpasste einen weiteren Torerfolg an diesem Abend genauso wie die vorzeitige Entscheidung jedoch knapp. Der Schuss des Offensivspielers konnte von SSV-Keeper Alexander Meyer abgelenkt werden.

Danach kontrollierte Werder glanzlos das Geschehen und hielt die Gastgeber vom eigenen Tor fern. Das große Zittern brach bei den Norddeutschen nur einmal in der Schlussphase aus: Nach einer unübersichtlichen Aktion im Strafraum bot sich Regensburg in der 90. Minute dreimal die Chance zum Ausgleich, den die Bremer mit vereinten Kräften und viel Glück abwenden konnten.

Somit hielt sich Bremen weiter schadlos: Gegen Viertligist Jena (2:0), Zweitligist Hannover (3:0) und Zweitligist Fürth (2:0) kassierten die Norddeutschen in den vorherigen Pokal-Runden ebenfalls keine Gegentreffer. Ein gutes Omen für das Spiel gegen die Rasenballsportler aus Leipzig? Fakt ist: Der Traum vom Finale in Berlin am 13. Mai lebt an der Weser weiter.

4.Spieltag, 07.04.2021 18:30 Uhr

J. Regensburg

0

Werder Bremen

1

Tore:

  • 0:1 Osako (52.)

J. Regensburg: Meyer - Saller (80. Beste), Elvedi, Kennedy, Wekesser - Besuschkow, Gimber (86. A. Becker) - Stolze (86. Caliskaner), George (75. Vrenezi), Makridis (46. Otto) - Albers
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Friedl, Moisander, Augustinsson (75. Agu) - M. Eggestein, Groß, Möhwald - Sargent (73. Selke), Osako (86. Erras), Rashica (73. Schmid)
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 11.04.2021 | 22:50 Uhr

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