Werder Bremens Marvin Ducksch trainiert mit dem Ball. © IMAGO / Nordphoto

Werder Bremen mit neuer Offensivkraft, Hansa mit Personalsorgen

Stand: 29.08.2021 09:45 Uhr

Werder Bremen will heute im Zweitliga-Nordduell mit Hansa Rostock für einen Stimmungswechsel an der Weser sorgen. Dabei helfen sollen zwei Neuzugänge. Den Mecklenburgern fehlen hingegen Stammspieler Calogero Rizzuto und die Fans.

Mit der Verpflichtung von Marvin Ducksch (von Hannover 96) und der Leihe von Roger Assalé (vom FCO Dijon) sind den Bremern vor der Partie heute gegen Hansa (live ab 13.30 Uhr im Livecenter auf NDR.de) die so ersehnten Neuverpflichtungen für die Offensive gelungen. "Wir sind froh, dass wir diese beiden Transfers nun über die Bühne bringen konnten", sagte Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball bei den Bremern, am Freitag.

Ducksch gleich von Beginn an?

Der ganz große Druck ist damit von seinen und den Schultern des Sport-Geschäftsführers Frank Baumann gewichen - zumindest vorerst. Denn es wird sich zeigen, wie schnell sich die beiden Profis ins Spielsystem von Trainer Markus Anfang einfügen. Stürmer Ducksch dürfte gegen Hansa wohl direkt in die Startelf rutschen. "Er hat bei Hannover alles mitgemacht, auch die Spiele. Er ist fit", sagte Anfang. Bedeutet das automatisch einen Platz auf der Bank für Niclas Füllkrug? "Auch für Marvin gilt wie für alle Spieler das Leistungsprinzip. Und Niclas und Marvin könnten ja auch zusammenspielen", so der Werder-Coach. Außenstürmer Assalé wird hingegen sehr wahrscheinlich zunächst noch mit der Bank Vorlieb nehmen müssen.

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Aufsteiger Hansa Rostock vermeldete unter der Woche keinerlei Neuzugänge - sondern einen Ausfall. Rizzuto wird am Sonntag nicht mitwirken können. Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler fällt wegen eines Nasenbeinbruchs aus, den er sich am vergangenen Sonnabend im Heimspiel gegen Dynamo Dresden zugezogen hat. Anstelle von Rizzuto könnte Kevin Schumacher zu seinem Startelf-Debüt kommen. Der 23 Jahre alte Offensivmann hat zwischen 2018 und 2020 für Werder Bremens U23 gespielt. In Hanno Behrens steht der Einsatz eines weiteren Aktivpostens wegen leichter Erkältungssymptome zumindest auf der Kippe. "Er ist zurück im Training", gab sich Gäste-Trainer Jens Härtel am Freitag dennoch optimistisch.

Trotz der Bilanz von vier Punkten aus zwei Spielen sehen sich die Mecklenburger im Duell der beiden ehemaligen Bundesligisten in der Außenseiterrolle. "Wir müssen realistisch sein. Von Augenhöhe brauchen wir nicht zu sprechen. Bremen ist ein gefühlter Bundesligist und hat auf dem Transfermarkt noch einmal nachgelegt", sagte Härtel zur Ausgangsposition.

Rostock-Fans bleiben Stadion fern

Im Stadion müssen die Mecklenburger zudem auf die Unterstützung der eigenen Anhänger verzichten. Die aktive Fanszene von Hansa hat in Aufrufen unter dem Titel "Auswärts in Bremen - nicht zu jedem Preis" angekündigt, keine Karten für das Spiel zu erwerben. Die FCH-Fans beklagen den Ticket-Preis von 36 Euro. Hansa teilte zwar mit, dass Werder den Preis auf 25,50 Euro reduziert habe, was am Entschluss der Anhänger jedoch nichts mehr ändert. Nach Bremen wollen die Hansa-Fans aber auch ohne Stadionbesuch fahren: "Wir haben aber auch zu verstehen gegeben, dass wir die Auswärtsspiele unserer Mannschaft stets besuchen werden", heißt es auf der Internetseite der "Suptras".

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 29.08.2021 | 22:50 Uhr

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