Stand: 15.07.2019 12:51 Uhr

Werder: Bekommt Kohfeldt seine Wunschspieler?

Knapp vier Wochen sind es nur noch zum Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal. Und bei Werder Bremen dreht sich vieles um die Frage: Welche Spieler kommen wann für welche Position? "Wo wir jemanden holen müssen, der sofort spielen kann, ist in der Abwehr", sagte Chefcoach Florian Kohfeldt nach dem ersten Trainingslager des Bundesligisten. "Wir suchen jemanden, der weitestgehend beide Seiten spielen kann. Einen Mittelfeldspieler wollen wir auch noch dazu holen." Und dann hat Werder ja noch immer nicht die Lücke geschlossen, die der Abgang von Max Kruse hinterlassen hat.

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Schon über das "Scouting-Stadium" hinaus

Ganz schön viel zu tun also für Manager Frank Baumann. "Wir haben unsere Wunschkandidaten, sind in Gesprächen und befinden uns schon nach dem Scouting-Stadium", weiß Kohfeldt, der in alle Prozesse eingebunden ist. Namen kommentierte er nicht. Aber auch wenn der 36-Jährige betonte, dass jeder Tag, an dem man einen Neuzugang früher bekomme, "ein guter Tag ist", bleibt er gelassen. Es sei in diesem Jahr kein Problem, neue Spieler erst kurz vor dem Saisonstart zu integrieren, "weil sie in ein Korsett kommen, in dem ganz viele schon da sind, die in der Rückrunde eine außergewöhnliche Leistung gebracht haben".

Kohfeldt erklärt maue Testspiel-Ergebnisse

Und das Team knüpft in der Vorbereitung offenbar daran an. "Das einzige, was mich ein bisschen unruhig macht, ist, dass eigentlich alles nach Plan läuft", sagte Kohfeldt. "Ich bin in Hab-Acht-Stellung. Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen, sondern müssen mit uns kritisch bleiben." Die Mannschaft habe im Zillertal aber "komplett durchgezogen" und sei weiter als vor einem Jahr.

Die mauen Testspiel-Ergebnisse, zuletzt ein 1:1 gegen Zweitligist Darmstadt, scheinen so gar nicht zu diesem Eindruck zu passen. Doch Kohfeldt beschwichtigt: "Man muss das alles in die richtige Relation setzen. Darmstadt hat hier die ersten 60 Minuten mit der Startelf gespielt, die wahrscheinlich so auch zum Zweitliga-Start in Hamburg auflaufen wird. Wir hingegen hatten noch einige, die uns einfach fehlen."

Viele Spieler bereiten Sorgen

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Werder-Trainer Florian Kohfeldt muss sich wohl in Geduld üben.

Neben Kruse muss der Trainer gerade auf seine angeschlagenen Innenverteidiger Sebastian Langkamp und Milos Veljkovic verzichten. Theodor Gebre Selassie, Niklas Moisander und Neuzugang Ilia Gruev wurden wegen kleinerer Blessuren zudem gegen Darmstadt geschont. Antreiber Davy Klaasen musste nach einem Schlag auf den Oberschenkel passen, Philipp Bargfrede fällt nach einer Knie-OP wiedermal länger aus. Dennoch meinte Kohfeldt: "Wir werden nichts machen, um etwas gemacht zu haben. Da passieren die größten Fehler." Bei Werder sind also weiter nicht nur neue Spieler, sondern es ist auch Geduld gefragt.

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Dieses Thema im Programm:

Sportreport | 14.07.2019 | 18:05 Uhr