Osnabrücks Maurica Trapp (r.) im Zweikampf mit Fürths Dickson Abiama. © imago images / Zink

VfL Osnabrück: Der Abwärtstrend hält an

Stand: 26.01.2021 22:22 Uhr

Der VfL Osnabrück taumelt in der zweiten Fußball-Bundesliga weiter dem Tabellenkeller entgegen. Das 0:1 (0:1) am Dienstagabend gegen die SpVgg Greuther Fürth war bereits die sechste Heimniederlage in Folge.

von Johannes Freytag

Zudem haben die Niedersachsen von den jüngsten acht Pflichtspielen (inklusive DFB-Pokal) sieben verloren und blieben dabei zuletzt dreimal in Folge ohne eigenen Torerfolg. Trainer Marco Grote attestierte seinem Team zwar "gute Ansätze", es sei aber nicht gelungen, "Druck aufzubauen, um in irgendeiner Form noch einen Punkt erzwingen zu können".

Der elfte Tabellenplatzmit 22 Punkten wirkt auf den ersten Blick noch ordentlich - der Abstand auf die Abstiegsränge könnte aber am Mittwoch, wenn die Konkurrenz spielt, auf fünf Punkte schrumpfen. Die Negativserie erinnert zudem an das Vorjahr, in dem der VfL nach starkem Saisonbeginn im Winter zehn Partien in Folge nicht gewinnen konnte, und erst im Mai - mit einem Sieg in Fürth - den entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt machte.

VfL beginnt gut, gerät aber in Rückstand

Grote veränderte seine Startelf gegenüber dem 0:1 gegen Aue auf zwei Positionen. Kevin Wolze und Ludovit Reis ersetzten Marc Heider und Ken Reichel. Reis konnte im ersten Durchgang viele spielerische Akzente setzen, Wolze fiel eher durch robustes Spiel auf, für das er schon bald die Gelbe Karte sah (30.).

Aber das Duo stand stellvertretend für den VfL, der passsicherer agierte als gegen Aue und zugleich kämpferisch versuchte, Fürth den Schneid abzukaufen. Beide Mannschaften kombinierten sich zeitweise ganz ansehnlich durch die gegnerischen Reihen, lediglich in den Strafräumen spielte sich wenig ab. Jeweils ein Distanzschuss von Fürths Paul Seguin (2.) und Osnabrücks Sebastian Kerk (16.) waren lange die einzigen Torchancen des ersten Durchgangs.

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Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

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Aus heiterem Himmel gingen dann die Gäste in Führung: Eine Hereingabe von David Raum legte Dickson Abiama ab auf Julian Green, der mit einem strammen Flachschuss zum 1:0 traf (38.). Wenig später hätte der einstige HSV-Profi beinahe sogar einen Doppelpack geschnürt, traf jedoch nur den Pfosten (44.).

Osnabrück in Hälfte zwei enttäuschend

VfL-Coach Grote sah in der Halbzeit keinen Grund zum Wechseln, erst acht Minuten nach Wiederanpfiff reagierte er - auf ein weiteres Foul von Wolze: Der gelb-rot-gefährdete Linksverteidiger wurde durch Tim Möller ersetzt (53.). Der Youngster kam so zu seinem Zweitligadebüt.

Je länger die Partie dauerte, desto harmloser wurden die Osnabrücker Offensivbemühungen. Die Gäste aus Fürth hatten alles im Griff und waren ihrem zweiten Tor näher als die Osnabrücker dem Ausgleich: Abiama schoss erst knapp über das Gehäuse (57.) und traf später nur die Latte (70.). Havard Nielsen wuchtiger Abschluss landete in den Armen von VfL-Keeper Philipp Kühn (85.). So blieb es zwar beim knappen 0:1, aber eben auch bei der verdienten Niederlage.

18.Spieltag, 26.01.2021 20:30 Uhr

VfL Osnabrück

0

Greuther Fürth

1

Tore:

  • 0:1 Green (38.)

VfL Osnabrück: P. Kühn - Multhaup, Beermann, M. Trapp, Wolze (53. Möller) - Br. Henning (67. Nik. Schmidt), Reis, U. Taffertshofer - Kerk, Amenyido (82. Heider) - Santos (82. Bapoh)
Greuther Fürth: Burchert - Asta, Bauer, Mavraj, Raum - Sarpei (81. Stach), Seguin, Tillman (90.+1 Leweling), Green (68. Ernst) - Hrgota (81. H. Nielsen), Abiama
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

Die NDR 2 Bundesligashow | 26.01.2021 | 19:00 Uhr

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