Lübecks Spieler bejubeln einen Treffer. © imago images / Holsteinoffice

VfB Lübeck startet ins Fußballjahr: Erstes Endspiel in Zwickau

Stand: 10.01.2021 06:31 Uhr

Auf Fußball-Drittligist VfB Lübeck warten im neuen Jahr 22 Endspiele, um den Klassenerhalt zu sichern. Zum Start tritt der Aufsteiger zum Kellerduell beim FSV Zwickau an.

Trainer Rolf Landerl erwartet eine unangenehme Aufgabe beim ersten Aufeinandertreffen seit 24 Jahren: "Zwickau ist eine Mannschaft, die mit einer riesigen Mentalität ans Werk geht. Dort muss nicht immer schöner Fußball fabriziert werden, um erfolgreich zu sein." Die Westsachsen rangieren vor dem Duell heute (14 Uhr / Livecenter bei NDR.de) in der Tabelle einen Punkt hinter Lübeck auf Platz 18 - ebenfalls in der Abstiegszone. Allerdings haben die von Corona-Fällen gebeutelten Zwickauer zwei Spiele weniger absolviert als der VfB.

Die Hansestädter hoffen, im neuen Jahr an die Erfolgsserie zwischen dem achten und elften Spieltag anknüpfen zu können. Damals gelangen dem Aufsteiger vier Siege am Stück. Mit einer ganz anderen Serie verabschiedete sich der VfB in die Weihnachtspause. Seit fünf Partien ist das Landerl-Team sieglos.

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Landerl: "Wir müssen effizienter werden"

"Wir haben in vielen Spielen gut mitgespielt, Paroli geboten und hatten auch eine gute Serie zwischendurch. Aber angesichts der gezeigten Spiele und der herausgespielten Torchancen haben wir einfach zu wenig Punkte", sagt der Trainer. "Das wollen wir in der großen Rückrunde verbessern und effizienter werden."

Auch wenn kein Spieler des VfB Lübeck in dieser Saison mehr als drei Tore erzielt hat, wird die Offensive keineswegs als Schwachstelle betrachtet. Torwart Lukas Raeder sagt: "Generell sind wir eine Mannschaft, die sich gut Chancen herausspielen kann. Wir wissen, dass wir gegen jeden Gegner ein, zwei Tore machen können. Dieses Selbstvertrauen haben wir." Gleichwohl erwartet der Schlussmann, dass der VfB möglicherweise bis zum letzten Spieltag um den Verbleib in der Dritten Liga kämpfen muss: "Auch in den letzten Jahren ging es in dieser Liga immer sehr eng zu - ob nun oben oder unten. Von daher gehe ich davon aus, dass es auch in diesem Jahr insgesamt nicht anders sein wird."

Spiele-Marathon im Januar

Lübeck ist in der Tabelle von einigen Traditionsvereinen umgeben. Der MSV Duisburg hat einen Punkt weniger als der VfB auf dem Konto. Der 1. FC Magdeburg ist Tabellenletzter. Vor den Lübeckern stehen in der Tabelle der noch amtierende Drittliga-Meister Bayern München II und der 1. FC Kaiserslautern. "Natürlich sind das Mannschaften mit anderen Etats", sagt Landerl. "Aber die Tabelle ist eng, und es sind noch viele Spiele zu bestreiten."

Der Kader hat sich in der Winterpause bislang nicht verändert. Neuzugänge sind laut Sportdirektor Rocco Leeser auch nicht geplant. Mirko Boland fehlt in Zwickau noch wegen Trainingsrückstands. Patrick Hobsch hatte sich Ende Dezember mit dem Coronavirus infiziert. Sebastian Hertner und Tim Kircher plagen muskuläre Probleme. Zumindest im Januar braucht Landerl jeden Mann. Bereits am kommenden Mittwoch (19 Uhr) steht das Nachholspiel gegen Waldhof Mannheim an. Insgesamt müssen die Lübecker zwischen dem 10. und dem 31. Januar sechs Pflichtspiele bestreiten.

Mögliche Aufstellungen

Zwickau: Brinkies - Stanic, Nkansah, Frick, Schikora - Schröter, Reinhardt, Jensen, Coskun - König, Wolfram
Lübeck: Raeder - Riedel, Grupe, Okungbowa - Zehir, Mende, Thiel - Steinwender, Deichmann - Benyamina, Ramaj

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 10.01.2021 | 19:30 Uhr

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