Hängende Köpfe bei den Fußballern des SV Meppen nach dem 0:2 gegen Borussia Dortmund II © IMAGO / Eibner

SV Meppen verliert erneut: "Dann wiederholt sich der Zirkus"

Stand: 23.10.2022 12:31 Uhr

Beim Fußball-Drittligisten SV Meppen schrillen nach neun sieglosen Spielen in Folge die Alarmglocken. Trainer Stefan Krämer wirkte nach der 0:2-Pleite gegen Borussia Dortmund II am Sonnabend ratlos und will mit der Clubführung über seine Zukunft sprechen.

Er fühle sich "maximal verantwortlich" für die Talfahrt der Emsländer, erklärte der 55-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem BVB-Spiel und ergänzte: "Wie wir jetzt damit umgehen, das werden wir sehen. Das muss man abwarten. Wir werden das genau besprechen und uns überlegen, was jetzt das Beste für den Club ist."

Das klang beinahe danach, als ob der sonst stets so kämpferische Krämer Rücktrittsgedanken hegt. Der gebürtige Mainzer ist erst seit dem Sommer beim niedersächsischen Traditionsclub im Amt. Nach einem ordentlichen Saisonstart mit sieben Punkten aus den ersten vier Partien begann die nun seit neun Begegnungen anhaltende Durststrecke.

Gegen Dortmund kassierte der SVM die vierte Pleite in Serie.

Nach Waldhof-Gala begann die Talfahrt

"Wir haben die Schnauze voll", skandierten die Meppener Fans nach dem enttäuschenden Auftritt ihres Teams gegen den BVB und pfiffen die Spieler aus. Die Mannschaft schlich dennoch mit hängenden Köpfen zu den Anhängern und bedankte sich für deren Unterstützung. Dass der Unmut auf der Tribüne wächst, ist nachvollziehbar. Der bis dato letzte SVM-Erfolg datiert vom 14. August. Seinerzeit wurde Waldhof Mannheim mit 6:2 deklassiert.

Nach dem Kantersieg gegen die Kurpfälzer war keineswegs alles schlecht bei den Emsländern. So rang die Krämer-Mannschaft beispielsweise Tabellenführer SV Elversberg ein 0:0 ab. Doch mit jedem sieglosen Spiel nahm die Verunsicherung beim Team zu.

Gegen Dortmund waren die Niedersachsen nach dem Gegentor zum 0:1 von Timo Bornemann (55.) nicht mehr imstande, eine Reaktion zu zeigen. Ein klares Zeichen von mangelndem Selbstbewusstsein.

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Meppen verliert stets nach demselben Muster

Das Muster, wie Meppen seine Spiele verliert, ist dabei immer gleich. "Dann wiederholt sich der Zirkus. Wir lassen uns kurz wegdrücken, der Spieler kommt durch und dann wird das Ding eingeschoben. Und auf der Gegenseite kriegen wir das nicht hin. Man sieht jetzt seit Wochen, was unsere Defizite sind. Wir sind nicht durchschlagskräftig genug und fangen uns richtig, richtig doofe Gegentore", brachte Routinier David Blacha das Dilemma auf den Punkt.

Wie sich der SVM aus dem Negativstrudel befreien könnte, dafür hat der 32 Jahre alte Defensivspezialist auch keine Lösung. "Wenn es ein Rezept geben würde, hätten wir es schon angewendet", sagte Blacha dem NDR.

Die nächste Gelegenheit, den Befreiungsschlag zu schaffen, bietet sich den Emsländern am kommenden Sonnabend (14 Uhr) in der Auswärtspartie beim 1. FC Saarbrücken. Ob Trainer Krämer dann noch auf der Meppener Bank sitzen wird, scheint nach seinen Aussagen vom Sonnabend keineswegs sicher zu sein.

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Hallo Niedersachsen | 22.10.2022 | 19:30 Uhr

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