Stand: 01.05.2020 12:53 Uhr

Profifußball im Wartestand: 96-Boss Kind enttäuscht

Geschäftsführer Martin Kind von Hannover 96 © imago images / Joachim Sielski
Martin Kind kann nicht verstehen, warum der Profifußball noch kein grünes Licht bekommen hat.

Martin Kind drängt auf eine baldige Fortführung der Saison im Profifußball und hat die Politik für ihr Zaudern in der Corona-Krise kritisiert. "Ich bin enttäuscht. Ich hatte erwartet, dass eine Entscheidung getroffen wird. Ob am 9., 16., 23. Mai oder erst im Juni. Aber eine Entscheidung war notwendig", sagte der Profiboss von Zweitligist Hannover 96 im Podcast der NDR 2 Bundesligashow.

Kind: Worauf wird noch gewartet?

Das Sicherheits- und Hygienekonzept der DFL sei von unterschiedlichen Seiten positiv bewertet worden. Es stelle sich nun die Frage, "ob es bis nächsten Mittwoch wirklich neue Erkenntnisse geben wird", sagte der 76 Jahre alte Unternehmer. Nach der Schalte mit den Regierungschefs der 16 Bundesländer am Donnerstag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel für den 6. Mai "sehr klare Entscheidungen" für den Sport in der Corona-Krise angekündigt. Dann solle unter anderem das Konzept der Sportminister ausgewertet werden, erklärte die CDU-Politikerin.

Moritz Cassalette und Martin Roschitz stehen sich gegenüber. © istockphoto Foto: Aksonov

AUDIO: Kind, Zeigler und die Werder-Meisterschaft 2004 (60 Min)

"Unser Konzept hat überzeugt"

Die Verzögerung sorgt bei Kind für Unverständnis: "Bei mir entsteht der Eindruck, dass man mehr auf die öffentliche Meinung achtet, obwohl unser Konzept überzeugt hat", kritisierte der 96-Chef. Die Zeit dränge aber: "Wir brauchen eine gewisse Vorlaufzeit insbesondere im Training, das derzeit nur kontaktlos ist. Körperkontakt im Training sollte aber möglich sein, damit die Spiele dann auch Sinn machen."

Dieses Thema im Programm:

Sportreport | 01.05.2020 | 18:05 Uhr

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