Stand: 28.06.2019 16:45 Uhr

Neuer Wolfsburg-Coach Glasner dankt Labbadia

Geht seinen Job mit Respekt und Freude an: Oliver Glasner.

Der neue "Leitwolf" Oliver Glasner hat mit dem Umbruch beim VfL Wolfsburg in gewisser Weise schon vor dem ersten Training am Sonntag (10 Uhr) begonnen. "Ich habe eine Trennwand im Büro einreißen lassen, denn ich bin ein absoluter Teamplayer", berichtete der Trainer bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als neuer Chefcoach der Niedersachsen. Sportlich soll und will der Österreicher die erfolgreiche Arbeit von Bruno Labbadia fortsetzen, der die Norddeutschen eher unerwartet bis auf den sechsten Platz in der Bundesliga-Abschlusstabelle und damit in die Europa League geführt hatte.

"Tolle Sache für Wolfsburg, wieder international zu spielen"

Der Dank des 44-Jährigen an seinen Vorgänger klang ehrlich und keineswegs wie eine Höflichkeits-Floskel. "Es ist für den VfL Wolfsburg eine tolle Sache, wieder international zu spielen. Das ist ein Verdienst von Bruno und seinem Team. Da bin ich nicht mehr als der Profiteur", sagte Glasner. Labbadias Erfolg vergrößert aber auch den Schritt vom Linzer ASK zum Werksclub am Mittellandkanal. Angst hat er davor nicht: "Ich bin so gestrickt, dass ich jede neue Aufgabe mit Respekt, aber auch mit Freude angehe."

Glasner: "Über Tabellenplätze rede ich jetzt nicht"

Dass ihm der Ruf nach Deutschland vorauseilt, die taktischen Möglichkeiten seiner Spieler extrem herauszufordern, hält Glasner für ungerecht - ein bisschen zumindest: "Ich stehe schon für einen sehr aktiven Spielstil, aber wir werden einen gemeinsamen Weg finden. Es ist nicht so, dass nur Abiturienten unser Spiel verstehen werden." Konkrete Vorgaben, wo sein neuer Arbeitgeber in der Abschlusstabelle 2019/2020 stehen soll, wollte der einstige Innenverteidiger nicht machen: "Über Tabellenplätze rede ich jetzt nicht."

Unerkannt beim Schützenfest

Labbadia hatte schon im Frühjahr entschieden, seinen am Sonntag auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Sein Nachfolger hat einen Vertrag bis 2022 unterzeichnet, als Person ist er in Wolfsburg noch ein unbeschriebenes Blatt. Nahezu unerkannt konnte Glasner vor wenigen Tagen mit seiner Familie das örtliche Schützenfest besuchen. Das wird sich in Kürze sogar im überschaubaren Wolfsburg ändern.

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Sport aktuell | 28.06.2019 | 16:25 Uhr