Stand: 06.06.2018 14:37 Uhr

Manager Schmadtke legt in Wolfsburg los

Jörg Schmadtke hat in Wolfsburg viel vor, auf Ziele legt er sich aber nicht fest.

Der VfL Wolfsburg hat am Mittwoch seinen neuen Geschäftsführer Jörg Schmadtke vorgestellt. Dabei wäre das nach Ansicht von Aufsichtsratschef Frank Witter gar nicht nötig gewesen: "Jörg Schmadtke hat eine beeindruckende Vita." Der Posten war über zwei Jahre nicht besetzt und jetzt "gibt es einiges zu tun". Der neue starke Mann der "Wölfe" zeigte sich "sehr erholt - ich bin wieder belastbar". Seine volle Konzentration gelte nun der Kaderzusammenstellung. "Aber zunächst brauche ich ein Gefühl für die Gesamtsituation", erklärte der Manager. Der 54-Jährige war in der Anfangsphase der abgelaufenen Saison nach vier sehr erfolgreichen Jahren beim 1. FC Köln zurückgetreten. Seit dem 1. Juni ist Schmadtke nun Geschäftsführer Sport in Wolfsburg.

Schmadtke stärkt Trainer Labbadia den Rücken

Seitdem sei so mancher Tag ein paar Stunden zu kurz, berichtete Schmadtke: "Bei jeder neuen Aufgabe gibt es viele Fragestellungen. Wir sind gerade am Sondieren." Die Trainerfrage gehöre allerdings nicht dazu, mit Bruno Labbadia habe er sich sofort ausgetauscht und beide hätten "umgehend beschlossen, gemeinsam in die neue Saison zu gehen." Ohnehin könne er sich voll und ganz aufs Sportliche konzentrieren, zumal die Infrastruktur beim VfL "seines Gleichen sucht".

"Wir sollten keine dicken Backen machen"

Ansonsten ließ sich der neue Geschäftsführer kaum in die Karten schauen. Schmadtke bestätigte lediglich, dass Ex-Profi Marcel Schäfer (noch in den USA aktiv) ein Kandidat für sein Managementteam sei. "Entschieden ist aber noch nichts." Weitere Namen wollte er nicht kommentieren. Auch nicht den von Jan Schlaudraff, der unter Schmadtke in Hannover stürmte. Und wie steht es um die Ziele? Der Kader müsse ausbalanciert gestaltet werden, um eine "vernünftige Saison" spielen zu können. Aber: "Ich bin niemand, der große Ankündigungen macht und denen dann hinterherlaufen muss."

Damit wiederum liegt Schmadtke schon mal genau auf Witters Linie. "Niemand kann dankbarer sein, überhaupt noch in der Bundesliga dabei zu sein, als wir", betonte der Aufsichtsratsvorsitzende nach zuletzt zwei Klassenerhalten in der Relegation. "Da sollten wir keine dicken Backen machen." Erst wenn der Kader zusammengestellt sei, lasse sich über Ziele sprechen - allerdings intern. Und für die Kader-Zusammenstellung ist ja nun Schmadtke da. Der will sich "auf die Besonderheiten des Clubs einstellen, aber auch Jörg Schmadtke sein".

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Hallo Niedersachsen | 06.06.2018 | 19:30 Uhr

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