Stand: 21.09.2020 16:24 Uhr

Leistner und HSV legen Einspruch gegen Sperre ein

Verteidiger Toni Leistner vom Hamburger SV kehrt nach einer Auseinandersetzung mit einem Fan von Dynamo Dresden in den Innenraum des Rudolf-Harbig-Stadions zurück © imago images / Steffen Kuttner
HSV-Profi Toni Leistner attackierte nach dem Pokalspiel in Dresden einen Dynamo-Fan.

Verteidiger Toni Leistner und Zweitligist Hamburger SV wollen die Sperre für den 30-Jährigen wegen seiner Attacke auf einen Fan von Pokal-Erstrundengegner Dynamo Dresden nicht akzeptieren. Der Neuzugang von den Queens Park Rangers und sein neuer Arbeitgeber legten am Montag fristgerecht Einspruch beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein. Dieses hatte Leistner für fünf Pflichtspiele gesperrt - zwei davon allerdings auf Bewährung - und ihm zudem eine Geldstrafe in Höhe von 8.000 Euro auferlegt.

Verteidiger weiter nicht im HSV-Training

Der gebürtige Dresdner hatte nach dem DFB-Pokalspiel bei Dynamo (1:4) einen Zuschauer auf der Tribüne attackiert, der ihn zuvor heftig beleidigt hatte. Zudem trug der Profi bei der Aktion keinen Mund- und Nasenschutz, was einen Verstoß gegen das DFB/DFL-Hygienekonzept in der Corona-Pandemie bedeutet. Leistner wurde von seinen HSV-Kollegen separiert, verpasste den Zweitliga-Saisonauftakt am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (2:1) und kehrte - anders als erwartet - auch am Montag vorsichtshalber noch nicht ins Training zurück.

Wohl geringe Erfolgsaussichten für Leistner

Dass der Verteidiger und der HSV mit ihrem Einspruch Erfolg haben werden, erscheint zumindest fraglich. DFB-Richter Hans E. Lorenz hatte darauf verwiesen, dass für Leistner schon mildernde Umstände berücksichtigt worden seien. Er erklärte dies mit den Beleidigungen durch den Fan, aber auch mit dem Umstand, dass Leistner sportgerichtlich bisher nicht in Erscheinung getreten sei und sein Fehlverhalten bedauere. Lorenz sagte aber auch: "Der Übergriff eines Spielers auf einen Besucher ist ein gravierender Vorfall. So etwas kann nicht mit einem Freispruch enden."

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 21.09.2020 | 18:00 Uhr

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