Bremens Ömer Toprak (r.) und Keeper Jiri Pavlenka sind frustriert. © IMAGO / Nordphoto

Keine Sonntagskinder: Werder verliert auch in Stuttgart

Stand: 04.04.2021 17:20 Uhr

Nach der 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart könnte es für Werder Bremen auf der Zielgeraden der Bundesliga-Saison noch einmal eng werden. Zumal die nächsten Gegner RB Leipzig und Borussia Dortmund heißen.

von Ines Bellinger

Nach der 1:2-Niederlage im Weserstadion mussten sich die Grün-Weißen dem starken Aufsteiger auch im Rückspiel knapp geschlagen geben - besiegelt durch das dritte Eigentor der Saison. Damit setzten die Bremer eine kuriose Serie fort. Seit Dezember 2019 haben sie kein Spiel mehr gewonnen, das für einen Sonntag angesetzt wurde. Zudem kann das Team von Trainer Florian Kohfeldt als Tabellen-13. mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz noch keinen Haken an das Thema Klassenerhalt machen. Die nächsten Gegner haben es in sich: Am Sonnabend ist RB Leipzig an der Weser zu Gast, eine Woche später geht es nach Dortmund. Vorher will Werder am Mittwoch (18.30 Uhr) in Regensburg den Einzug ins Pokal-Halbfinale perfekt machen.

"Eine unnötige Niederlage" hatte Kohfeldt in Stuttgart gesehen. "Die Mannschaft geht einen mutigen Weg, leider passt das Ergebnis nicht dazu", sagte der Coach. Angesichts des Punktestandes müsse niemand in Panik ausbrechen. "Aber wir müssen noch punkten - und das werden wir auch."

Viel Kampf, wenig Präzision

Bei Sonne im Schwabenland fehlte es beiden Teams nicht am Willen, aber an der Präzision im Spielaufbau und im Abschluss. Auffällig: Beide Mannschaften versuchten ihr Glück mit Distanzschüssen. Doch weder Romano Schmid (10.), Ludwig Augustinsson mit einer Volleyabnahme (23.) und Kevin Möhwald (31.) auf Bremer Seite noch Philipp Förster mit einem platzierten Flachschuss für die Stuttgarter (25.) konnten die aufmerksamen Torhüter überwinden. Niclas Füllkrug, der für den gelbgesperrten Josh Sargent stürmte, fehlte schließlich wohl noch etwas Matchpraxis, als er in aussichtsreicher Position zu Schmid ablegen wollte, statt selber aufs Tor zu schießen (40.).

Eggestein gegen Leipzig gesperrt

Für den ersten zweifelhaften Höhepunkt nach der torlosen ersten Hälfte sorgte Maximilian Eggestein. Nachdem er einen vermeintlich regelwidrigen Rückpass der Stuttgarter reklamiert hatte, zeigte Schiedsrichter Felix Zwayer dem Mittelfeldspieler in dessen 150. Bundesligaspiel Gelb (51.). Eggestein ist damit im Heimspiel gegen Leipzig gesperrt. Kurz darauf verfehlte Stuttgarts Borna Sosa das Werder-Tor aus 16 Metern knapp (54.). Auf der Gegenseite jagte Füllkrug eine präzise Vorlage von Milot Rashica aus 14 Metern über die Querlatte (55.). Ein Tor schien in dieser Phase nur eine Frage der Zeit zu sein. Aber auf welcher Seite würde es fallen?

Eigentor von Augustinsson besiegelt Niederlage

Auf Stuttgarter - aber Werder legte sich dieses Osterei selbst ins Nest. Unter einer Flanke von Sosa tauchten mehrere Spieler durch, ehe Sasa Kalajdzic mit dem Kopf an den Ball kam. Von dort prallte die Kugel erst Augustinsson ins Gesicht und dann unhaltbar für Jiri Pavlenka ins Bremer Tor (81.). Am Ende war der Stuttgarter Sieg verdient, denn die Gastgeber waren in der Schlussphase dem zweiten Treffer näher als Werder dem Ausgleich. Die Bremer kassierten die dritte Niederlage nacheinander.

27.Spieltag, 04.04.2021 15:30 Uhr

VfB Stuttgart

1

Werder Bremen

0

Tore:

  • 1:0 Augustinsson (81., Eigentor)

VfB Stuttgart: Kobel - Mawropanos, Anton, M. O. Kempf - Coulibaly (89. P. Stenzel), Endo, Castro (86. Karazor), Sosa - Förster (78. Didavi), Klimowicz (78. Churlinov) - Kalajdzic
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Toprak, Friedl, Augustinsson - Möhwald (88. Erras), Groß (84. Dinkci) - M. Eggestein, Schmid (73. Osako), Rashica - Füllkrug (73. Selke)
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 04.04.2021 | 23:05 Uhr

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