Stand: 11.08.2019 17:17 Uhr

Holstein überspringt Hürde Salmrohr mühelos

von Hanno Bode, NDR.de

39 Minuten lang rannten die Zweitliga-Fußballer von Holstein Kiel am Sonntagnachmittag in ihrem Erstrundenspiel des DFB-Pokals beim FSV Salmrohr vergeblich an. Dann erlöste Makana Baku die Schleswig-Holsteiner mit dem 1:0. Im Anschluss hatte die KSV gegen den vier Klassen tiefer angesiedelten Kontrahenten keine Probleme mehr. Der haushohe Favorit setzte sich beim unterklassigsten Team im diesjährigen Wettbewerb mit 6:0 (1:0) durch. Zwei weitere Male Baku (65., 77.), Jae-sung Lee (54.), David Atanga (63.) und Finn Porath (88.) sorgten für den standesgemäßen Sieg der "Störche".

Baku bricht den Bann für überlegene KSV

1.Spieltag, 11.08.2019 15:30 Uhr

FSV Salmrohr

0

Holstein Kiel

6

Tore:

  • 0:1 Baku (39.)
  • 0:2 J. Lee (54.)
  • 0:3 Atanga (63.)
  • 0:4 Baku (65.)
  • 0:5 Baku (77.)
  • 0:6 Porath (88.)

FSV Salmrohr: Kieren - Abend (79. Giwer), Dingels, Düpre, Bohr - Toppmöller (67. Lautwein), Kieren - Schädler, Pinna (67. Littau), Jarecki - Unnerstall
Holstein Kiel: Reimann - Neumann, Wahl, van den Bergh, Ignjovski - Mühling, Sander, J. Lee (69. Porath) - Baku (78. Iyoha), Atanga - Serra (60. Hanslik)
Zuschauer: 6500

Weitere Daten zum Spiel

Holstein war im Salmtalstadion, in dem in der Saison 1986/1987 Zweitliga-Fußball gespielt wurde, wie erwartet von Beginn an tonangebend. Gegen den tiefstehenden Gegner kamen die Norddeutschen auch zu guten Chancen. Der Abschluss war jedoch zunächst das große Manko der Gäste. Es war aus KSV-Sicht zum Haareraufen - wenn man denn noch welche hatte. Im Falle von André Schubert trifft dies nicht zu. Dass der Coach sich über den Umgang seines kickenden Personals mit den Gelegenheiten ärgerte, war aber auch so nicht zu übersehen. Und mit jeder Minute, die der 18 Jahre alte Abiturient Tim Kieren seinen Kasten sauber hielt, nahm Salmrohrs Traum von einer Überraschung klarere Konturen an. Die Feierabend-Fußballer wurden sogar etwas mutiger, ohne dabei allerdings wirklich Gefahr entwickeln zu können. Doch auch ein torloses Remis zur Pause wäre für die tapfer kämpfenden Pfälzer schon ein Riesenerfolg gewesen. Die Kieler Atanga und Baku fanden den Gedanken daran nicht so toll: Atanga nahm bei einem Konter (!) mächtig Tempo auf, bediente Baku, der Kieren mit einem Schuss ins lange Eck bezwang. Schubert spendete erleichtert Applaus.

Holstein mit schwacher Chancenverwertung

Auch nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer Kieler Einbahnstraßen-Fußball in Richtung des FSV-Gehäuses. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann den Amateuren die Luft ausgehen und der Favorit davon profitieren würde. Zunächst verhinderte Kieren für seine Farben noch Schlimmeres. Beim Schuss von Lee, der eine präzise Vorlage von Atanga verwertete, war dann jedoch auch der Teenager machtlos. Kurz darauf trug sich auch der Passgeber in die Torschützenliste ein, sodass sich nun in Anbetracht der noch verbleibenden Spielzeit von fast 30 Minuten ein Desaster für den Außenseiter anbahnte. Dass die Pleite für die Hausherren am Ende nicht zweistellig ausfiel, hatten sie primär "Teufelskerl" Kieren sowie der weiter - gelinde ausgedrückt - verbesserungswürdigen Chancenverwertung der "Störche" zu verdanken. Nur Atanga, zweimal Baku und Porath mit einem Traumtor aus 25 Metern waren in einer sehr einseitigen Begegnung noch erfolgreich.

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Sportclub | 11.08.2019 | 22:45 Uhr