Stand: 26.08.2020 20:11 Uhr

Holstein: Rückkehrer Bartels will zur Stütze werden

von Christian Görtzen, NDR.de
Holstein Kiels Fin Bartels (r.) legt im Testspiel gegen Ajax Amsterdam den Ball an Gegenspieler Kenneth Taylor vorbei. © imago images/Holsteinoffice Foto: Patrick Nawe
Fin Bartels traf im Testspiel gegen Ajax Amsterdam erstmals seit mehr als 13 Jahren für Holstein.

Trickreich, flink, wendig und technisch enorm stark - durch couragierte Auftritte eroberte sich im Frühjahr 2006 ein 18 Jahre junger, schmächtiger Offensivspieler einen Stammplatz im Team des damaligen Fußball-Regionalligisten Holstein Kiel. Fin Bartels hieß der dunkelhaarige Teenager. Der gebürtige Kieler verzückte mit seiner Unbekümmertheit das Publikum, galt schnell als Juwel, das zu Höherem berufen war. So kam es dann auch. Mit Hansa Rostock und dem FC St. Pauli spielte er unter anderem je eine Saison lang in der Bundesliga, mit Werder Bremen sechs Jahre.

Nun hat sich für ihn der Kreis geschlossen. Bartels ist zurückgekehrt zur KSV Holstein, die seit 2017 der Zweiten Liga angehört. Im Alter von 33 Jahren soll der dezent ergraute Routinier mit seiner Erfahrung aus 170 Bundesliga- und 144 Zweitligaspielen die Rolle einer Führungsfigur im Team der "Störche" einnehmen. Die ersten Schritte hat der Rückkehrer inzwischen vollzogen, auch in die Liste der Torschützen hat er sich schon eingetragen.

Erstes Tor für Holstein seit dem 10. März 2007

Im Testspiel der Kieler gegen eine B-Auswahl von Ajax Amsterdam stellte Bartels am Dienstag mit seinem Treffer in der 88. Minute den 2:5-Endstand her.

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Stürmer Fin Bartels © Witters / Tim Groothuis Foto: Tim Groothuis

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Es war sein erstes Tor im Trikot der Kieler seit dem 10. März 2007. Damals hatte er im Regionalliga-Spiel der KSV bei Werder Bremen II vor 550 Zuschauern auf Platz 11 das zwischenzeitliche 3:1 zum 3:2-Sieg erzielt. Nun, 13 Jahre, fünf Monate und 15 Tage später, gelang ihm das Comeback als Holstein-Torschütze.

Allzu viel Bedeutung maß er seinem persönlichen Erfolgserlebnis aber nicht bei. Er richtete den Blick lieber auf das große Ganze und trat in dem Zuge auch gleich als Mahner auf. "Natürlich sind wir an einem Zeitpunkt, an dem man noch ein paar Prozent fehlen, aber trotzdem dürfen wir nicht so leichte Gegentore kassieren. Wir haben noch genug Arbeit vor uns, haben aber auch noch ein wenig Zeit, um weiter an diesen Dingen zu arbeiten", sagte Bartels, der schon bei der Unterschrift des bis zum 30. Juni 2022 laufenden Vertrages gesagt hatte, dass er "schnell Verantwortung und zu einer Stütze der Mannschaft werden" wolle.

Bartels weiß um die Erwartungshaltung

Ihm sei natürlich bewusst, "dass durch meine Vergangenheit auch eine gewisse Erwartungshaltung auf mir lastet", sagte Bartels. "Dieser werde ich mit Respekt, aber auch großer Motivation und Bereitschaft begegnen." Holstein-Trainer Ole Werner ist fest davon überzeugt, dass der in den vergangenen Jahren des Öfteren verletzte Bartels das Team "sportlich voranbringen" werde.

Darüber wird es schon bald erste Aufschlüsse geben. Am 20. September beginnt für die "Störche" die neue Zweitliga-Saison mit einem Heimspiel gegen Bundesliga-Absteiger SC Paderborn - mit einem etwas ergrauten Bartels, der mit seiner Technik am Ball aber so wie einst noch immer begeistern kann.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 25.08.2020 | 18:25 Uhr

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