Stand: 19.06.2019 13:31 Uhr

Holstein Kiel: Schubert gibt kein Tabellenziel aus

Einen Tag vor dem Trainingsauftakt hat Fußball-Zweitligist Holstein Kiel am Mittwoch seinen neuen Cheftrainer vorgestellt. Nach seinem kurzen Gastspiel samt Rettung beim Drittligisten Eintracht Braunschweig nimmt André Schubert bei den "Störchen" seine Arbeit auf. Der 47 Jahre alte Nachfolger von Tim Walter will mit den Schleswig-Holsteinern vor allem eines: "attraktiven, erfrischenden und mutigen Fußball spielen."

Kiels Trainer André Schubert © imago images

Schubert: "Sehr starke Zweite Liga vor der Brust"

André Schubert bei seiner Vorstellung als Trainer von Holstein Kiel über die Zweite Liga, seinen Ex-Club Eintracht Braunschweig und seine Ziele mit den "Störchen".

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Schubert: Holstein eine "Riesenherausforderung"

Er freue sich darauf, die "bemerkenswerte Entwicklung" des Vereins weiter vorantreiben zu dürfen, erklärte Schubert. Zugleich sprach der neue KSV-Coach von einer "Riesenherausforderung". Die Zweite Liga sei vielleicht "so gut wie noch nie" besetzt, es werde nicht einfach, diesen Top-Teams zu begegnen. Daher könne man auch kein seriöses Tabellenziel aussprechen: "Für mich ist die Performance auf dem Platz wichtig. Je besser wir auf dem Platz agieren, desto größer ist die Chance, erfolgreich zu sein."

Auch auf ein Spielsystem wollte sich der Walter-Nachfolger nicht festlegen. "Das wird mir ohnehin zu hoch gehängt", erklärte Schubert. Ihm seien "Kompaktheit, Abstände und mannschaftliches Arbeiten" wichtig, da sei es unerheblich, ob das in einer Dreier- oder Viererkette geschehe.

Selbstkritische Worte zum Braunschweig-Abschied

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"Nicht die Antwort bekommen, die ich erwartet habe": André Schubert erklärte bei seiner Vorstellung als Trainer von Holstein Kiel, warum er Braunschweig überraschend den Rücken gekehrt hat. Video (04:05 min)

Schubert nahm auch Stellung zu seinem überraschenden Abschied aus Braunschweig, wo er noch einen Vertrag bis 2021 hatte. Er räumte gewisse "Krisensituationen" während seiner Zeit bei den Niedersachsen ein, bei denen er neben der Trainertätigkeit auch die Aufgaben eines Sportchefs ausübte: "In der Zusammenarbeit habe ich sicherlich auch mal das Maß überschritten". Dennoch sei er nach klärenden Gesprächen nach dem Saisonfinale davon ausgegangen, dass er bei der Eintracht bleibe. Vergangenen Donnerstag sei er dann von Holstein Kiel kontaktiert worden, so Schubert. Er habe dann - vor allem angesichts der andauernden, und nicht geradegerückten Spekulationen um seine Zukunft - um eine klare Ansage seitens der Braunschweiger gebeten, "und bekam nicht die Antwort, die ich erwartet habe". Daraufhin habe er sich zum Wechsel entschlossen. Der Eintracht ("ein Top-Verein") wünsche er viel Erfolg - er würde sich freuen, "wenn wir uns im nächsten Jahr in der Zweiten Liga wiedersehen. Das wäre fantastisch."

Wir bitten die Tonprobleme während der Live-Übertragung der Pressekonferenz zu entschuldigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nordsport | 19.06.2019 | 13:00 Uhr