Stand: 11.09.2020 22:37 Uhr

Kein Happy End für engagierte Havelser

von Martin Schneider, NDR.de
Noah Plume (Havelse, Nummer 24) trifft gegen den 1. FSV Mainz 05. © imago images / Revierfoto Foto: imago images / Revierfoto
Der Schuss ins unerwartete Glück: Havelses Noah Plume traf zum 1:0 gegen Mainz 05.

Der TSV Havelse hat seiner Vereinshistorie keine weitere Überraschung in der ersten Runde des DFB-Pokals hinzufügen können. Die Fußballer aus Niedersachsen boten bei ihrem Heimspiel in der Fremde dem 1. FSV Mainz 05 einen langen und intensiven Kampf, verloren am Ende aber mit 1:5 (1:0). Vor 1.000 zugelassenen Zuschauern ging der Regionalligist nicht unverdient in Führung und hielt lange Zeit mit, zollte am Ende dem laufintensiven Spiel jedoch Tribut.

Plume ließ Havelse träumen

Die Spieler des TSV Havelse jubeln. © imago images / Revierfoto Foto: imago images / Revierfoto
Torschütze Noah Plume (Verdeckt) lässt sich von seinen Mitspielern feiern.

Der Viertligist setzte zu Beginn auf Härte - und er setzte Zeichen: Noah Plume und Kapitän Tobias Förster kassierten in den ersten zwei Minuten die ersten Gelben Karten des Spiels. Schiedsrichter Arne Aarnink machte frühzeitig seine Linie klar - und tat den Gästen damit sogar einen Gefallen. Denn die verlegten den Fokus anschließend auf geschickte Verteidigung und schnelle Konter - ein Erfolgsrezept: In der 17. Minute hatte Kevin Schumacher auf dem linken Flügel alle Zeit der Welt für einen präzisen Pass in den Rückraum des Strafraums. Gelbsünder Plume stand dort vollkommen frei und vollendete eiskalt ins linke untere Eck zum 1:0. Danach verschwand der Torschütze in einer schwarzen Jubeltraube. Während Mainz in Schockstarre verfiel, hätten die Niedersachsen eine Minute später direkt nachlegen können, doch eine Vierfach-Chance wurde vom Mainzer Abwehrverband geklärt.

Was bis zum Seitenwechsel folgte war ein bemerkenswerter Kraftakt des TSV Havelse. Mit schier nicht enden wollender Energie störten sie das Mainzer Offensivspiel, liefen den ballführenden Spieler sofort an und ließen dem harmlosen Bundesligisten keinen Raum zur Entfaltung. Die Führung zur Pause für den Außenseiter war nicht unverdient.

Mainz schlägt spät zurück

Nach der Halbzeit bot sich den Niedersachsen erneut die Chance auf das 2:0, doch Yannik Jaeschkes Abschluss aus 14 Metern fehlte es an der nötigen Kraft. Die ging den den Niedersachsen zunehmend aus, das laufintensive Spiel forderte seinen Tribut. Torwart Norman Quindt geriet in den Fokus, der in der 51. Minute sensationell gegen Mainz-Stürmer Jean-Philippe Mateta parierte. Sechs Minuten später hatte der 23 Jahre alte Schlussmann gegen den Schuss des Franzosen allerdings das Nachsehen, der sich im Laufduell robust gegen Niklas Tasky durchsetzte und zum 1:1 vollendete.

Der Bundesligist zog die Zügel weiter an und wurde seiner Favoritenrolle spät gerecht: Der eingewechselte Routinier Adam Szalai (77.), erneut Mateta (78., 90.) und Robin Quaison (86.) schossen die Mainzer in die zweite Pokalrunde. Am Ende fiel das Ergebnis um mindestens ein Tor zu hoch aus und entsprach nicht der engagierten Leistung des Viertligisten.

1.Spieltag, 11.09.2020 20:45 Uhr

TSV Havelse

1

1. FSV Mainz

5

Tore:

  • 1:0 Plume (17.)
  • 1:1 Mateta (57.)
  • 1:2 Szalai (77.)
  • 1:3 Mateta (79.)
  • 1:4 Quaison (86.)
  • 1:5 Mateta (90.)

TSV Havelse: Quindt - Schleef, Tasky, Sonnenberg, Teichgräber (81. Kina) - Bremer - Cicek (11. Langfeld), Plume, Fölster (82. Meien), Schumacher (64. Lakenmacher) - Jaeschke (64. Damer)
1. FSV Mainz: Zentner - R. Baku, St. Juste, Niakhaté, Brosinski - Latza (85. Barreiro Martins), Boetius (85. Tauer) - Öztunali (60. Nebel), Abass (60. Szalai), Burkardt (78. Quaison) - Mateta
Zuschauer: 1000

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.09.2020 | 23:03 Uhr

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