Stand: 05.10.2019 14:53 Uhr

HSV besiegt Fürth und ist Tabellenführer

von Martin Schneider, NDR.de
Brachte den HSV auf die Siegerstraße: Jeremy Dudziak (2.v.r.).

Der Hamburger SV ist Tabellenführer der zweiten Fußball-Bundesliga. Die drückend überlegenen Norddeutschen gewannen am Sonnabend ihr Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 2:0 (0:0) und zogen aufgrund der besseren Tordifferenz am bisherigen Ligaprimus VfB Stuttgart vorbei. Die im Volkspark in dieser Saison weiterhin ungeschlagenen Hamburger ließen aber zahlreiche Großchancen ungenutzt, ehe Jeremy Dudziak (49.) und der eingewechselte Sonny Kittel (85.) für den verdienten Dreier sorgten. "Ich habe eine bärenstarke Mannschaft gesehen, die das Tempo hochgehalten und viele Torchancen kreiert hat. Wichtig war, dass wir heute die Geduld hatten und nicht nervös geworden sind", sagte ein zufriedener Trainer Dieter Hecking nach dem Spiel.

Hamburger Chancenwucher

Die Partie brauchte keine Anlaufzeit. Nach 26 Sekunden schoss Havard Nielsen aus 17 Metern aufs HSV-Tor, sein Versuch flog unten links vorbei. Timo Letschert, der den verletzten Gideon Jung in der Verteidigung ersetzte und sein Startelf-Debüt feierte, konnte den Schuss nicht blocken. Ein früher Weckruf für die Hamburger, die anschließend das dominante und spielbestimmende Team waren. Sehenswerte Offensivaktionen waren in der Anfangsphase nicht das Problem der "Rothosen", eher deren Veredelung. Martin Harnik per Direktabnahme (9.), Dudziak mit einem Schlenzer (10.) und Aaron Hunt mit einem wuchtigen Schuss (12.) - immer wieder scheiterten die Hamburger an Fürths glänzend aufgelegtem Torhüter Sascha Burchert. Und war der mal nicht der Spielverderber, versagten die Nerven, wie bei Harnik, der aus sieben Metern freistehend über das Tor schoss (16.).

9.Spieltag, 05.10.2019 13:00 Uhr

Hamburger SV

2

Greuther Fürth

0

Tore:

  • 1:0 Dudziak (49.)
  • 2:0 Kittel (85.)

Hamburger SV: Heuer Fernandes - Vagnoman, Letschert, van Drongelen, Leibold - Fein - Dudziak (86. Kinsombi), Hunt (72. Kittel) - Harnik, Hinterseer, Jatta (80. Samperio Bustara)
Greuther Fürth: Burchert - Sauer, M. Caligiuri, Mavraj, Raum - Sarpei - Green (79. Stefaniak), Ernst (75. Leweling) - Hrgota (61. Keita-Ruel), H. Nielsen, T. Mohr
Zuschauer: 44180

Weitere Daten zum Spiel

Starker Jatta überfordert Fürth

Viel lief bei den Gastgebern über die starke linke Seite, auf der Bakery Jatta (für den angeschlagenen Kittel von Beginn an dabei) mit dem überforderten Maximilian Sauer machte, was er wollte. In der 31. Minute düpierte der Gambier den Fürther Verteidiger mit einem Beinschuss, die anschließende Direktabnahme von Tim Leibold klärte erneut Burchert. Zwei Minuten später überlief Jatta Sauer, seine Hereingabe ins Zentrum bugsierte Fürths David Raum Richtung eigenes Tor. Und wieder war es Burchert, der die Franken mit einer spektakulären Rettungsaktion vor dem Rückstand bewahrte. In der 37. Minute hätten die Gäste den Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt: Nielsen leitete per Kopf weiter auf Tobias Mohr, der den Ball im Abseits stehend ins Tor drückte. Die Proteste der Spielvereinigung hielten sich in Grenzen, mit dem für den HSV enttäuschenden 0:0 ging es in die Kabine.

Dudziak erlöst den HSV

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Die Spieler des HSV jebubeln den Torschützen zum 1:0, Jeremy Dudziak (5.v.l.).

Nach dem Seitenwechsel machten die Spieler mit der Raute auf der Brust dann schnell Ernst, natürlich ging es wieder über den linken Flügel: Jatta spielte Leibold frei, dessen Hereingabe Dudziak aus zwölf Metern zum 1:0 ins lange Eck köpfte (49.). Erleichterung setzte ein im Volkspark. Der HSV hielt in der Folge den Druck aufrecht, Harnik (55., 57., 65.) feuerte aus allen Positionen, doch der gebürtige Hamburger hatte einen gebrauchten Tag erwischt. Und Fürth? Hätte, wie im ersten Durchgang, mit einer Aktion die Partie kippen können. Der eingewechselte Daniel Keita-Ruel legte per Kopf in den Lauf von Mohr, der im Eins-gegen-Eins an Daniel Heuer Fernandes scheiterte. Der Keeper, der sich erst kurz vor der Partie fit gemeldet hatte, zeigte dabei seine ganze Klasse.

Kittel macht den Deckel drauf

Mehr kam von den Franken in der Schlussphase nicht mehr, die Kräfte ließen bei den Gästen zusehends nach. Der HSV ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen, vor allem der erneut herausragende Adrian Fein erwies sich als intelligenter Tempo- und Spielgestalter im Mittelfeld. Für die Entscheidung sorgte der eingewechselte Kittel, der in der 85. Minute einen Zauberpass von Fein über den herauseilenden Burchert ins Tor hob. 2:0, die Entscheidung war gefallen und der HSV Tabellenführer der Zweiten Liga.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 05.10.2019 | 15:00 Uhr