HSV-Trainer Daniel Thioune © WITTERS Foto: TimGroothuis

HSV-Trainer Thioune fordert in Heidenheim eine Reaktion

Stand: 29.11.2020 07:01 Uhr

Zweitliga-Spitzenreiter Hamburger SV ist seit drei Spielen sieglos. Heute (13.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) will der Aufstiegsfavorit beim 1. FC Heidenheim die Wende vollziehen.

Die Begegnung mit dem Stadtrivalen ist dem Hamburger SV nicht bekommen. Bis zum Heimspiel gegen den FC St. Pauli am 30. Oktober war die Saison 2020/2021 in Bezug auf die Ergebnisse ein Quell großer Freude. Fünf Spiele, fünf Siege, Startrekord, Tabellenführung - für viele Fans, die aufgrund der Corona-Pandemie die Auftritte ihrer Lieblinge aus der Ferne betrachten mussten, bot der Auftakt der Serie einen süßen Vorgeschmack darauf, was sich nach ihren Vorstellungen am 23. Mai nach dem letzten Spieltag zutragen solle: Feierlichkeiten anlässlich der Rückkehr in die Bundesliga.

Nur zwei Punkte aus den vergangenen drei Spielen

Das 2:2 gegen den FC St. Pauli war ein Bruch. Seitdem gelang kein Sieg mehr. In der darauffolgenden Partie bei Holstein Kiel wurde ein solcher auf unglückliche Weise verfehlt, die "Störche" trafen in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:1. Am vergangenen Sonntag indes war das 1:3 gegen den VfL Bochum nicht mit Pech zu begründen. Die Niederlage war verdient.

Spätestens nach dieser Niederlage spürt Spitzenreiter HSV (17 Punkte) die Verfolger Greuther Fürth (15), SC Paderborn und Bochum (beide 14) im Nacken. "In den letzten drei Spielen waren die Ergebnisse nicht gut, das sehen wir auch", sagte Thioune in der virtuellen Pressekonferenz am Freitag. "Aber wir können das, was gewesen ist, nicht mehr ändern. Wir können es nur jetzt besser machen."

"Mannschaft ist gierig, es besser zu machen"

Und das habe sein Team auch vor, diesen Eindruck hätten ihm seine Spieler unter der Woche vermittelt. "Wir haben am Montag die Leistung gegen Bochum kritisch hinterfragt, haben sehr ins Detail geschaut. Am Mittwoch habe ich im Training wieder eine Mannschaft vorgefunden, die bereit ist, die gierig ist, es gegen Heidenheim besser zu machen."

Thioune: "Stelle mich gerne in den Wind"

Es kommt zu einem Wiedersehen mit jenem Team, das dem HSV auf der Zielgeraden der vergangenen Saison den dritten Tabellenplatz weggeschnappt hat. "Heidenheim ist eine Mannschaft, die man auf der Uhr haben muss. Wir haben Respekt, aber wir haben keine Angst", sagte Thioune. "Wir brauchen eine Resistenz, müssen brutal ins Gegenpressing gehen - so, wie wir es in Kiel in der ersten Halbzeit getan haben."

Der Tatsache, dass es nach drei Spielen ohne Sieg von außen Kritik am Team gegeben habe, begegnete der 46-Jährige mit Gelassenheit und Selbstbewusstein. "Der Gegenwind ist okay, der bläst jetzt gerade ein bisschen doller. Ich habe aber ein breites Kreuz, stelle mich gerne in den Wind - auch im Hamburger Schietwetter."

Mögliche Aufstellung des HSV:

Ulreich - Gyamerah, Leistner, Heyer, Leibold - Onana, Gjasula - Dudziak - Narey, Terodde, Wintzheimer

VIDEO: HSV-Trainer Thioune: "Ich weiß, wo das Gaspedal ist" (11 Min)

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 27.11.2020 | 22:50 Uhr

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