Ein Fußball und Geldscheine vor der HSV-Raute (Bildmontage) © fotolia.com, imago Foto: cornelius, Joachim Wendler

HSV-Jahresbilanz weist Minus von 6,7 Millionen Euro auf

Stand: 13.11.2020 16:00 Uhr

Der HSV hat die abgelaufene Saison in der zweiten Fußball-Bundesliga mit einem hohen wirtschaftlichen Fehlbetrag abgeschlossen. Die Jahresbilanz weist ein Minus von 6,7 Millionen Euro aus.

Ohne die Corona-Krise und die Geisterspiele in der Zweiten Liga wäre der Hamburger SV mit einem ausgeglichenen Ergebnis aus der Saison gekommen, betonte HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein. So aber beklagt die HSV AG mit 95,7 Millionen Euro den geringsten Umsatz seit 15 Jahren - erstmals sind die Gesamterlöse wieder unter die 100-Millionen-Euro-Marke gesunken.

Wegen Corona werde der Umsatz in der laufenden Saison noch einmal deutlich sinken, so Wettstein weiter: "Wenn bei uns 45.000 bis 50.000 Zuschauer pro Heimspiel fehlen, ist das natürlich eine andere Nummer als bei Vereinen, die mit 20.000 bis 25.000 Zuschauern planen. Seriös planen kann man derzeit nicht." Die Folgen der Pandemie werden die Profivereine mindestens fünf Jahre begleiten, vermutet der Finanzchef.

Nur der Aufstieg eröffnet wirklich neue Chancen

Es ist bereits das zehnte Jahr in Serie, dass der HSV ein Minus ausweist. Allen schlechten Zahlen zum Trotz gibt es aber auch positive Ansätze.

So hat der HSV seine gesamten Verbindlichkeiten reduzieren können. Stand jetzt sind es knapp 68 Millionen Euro im Vergleich zu 91 Millionen vor gut einem Jahr. Mit Stichtag 30. Juni 2020 betragen die Gesamt-Verbindlichkeiten laut Bilanz 74 Millionen Euro. Seither habe der Club aber weitere gut sechs Millionen abgebaut, sagte Wettstein dem NDR. Wirtschaftlich wäre für den HSV ein weiteres Jahr in der Zweiten Liga nicht bestandsgefährdend: "Der HSV ist in der Zweiten Liga lebensfähig."

Wirklich neue Chancen würde dem Club allerdings sicherlich nur der Aufstieg in die Bundesliga eröffnen.

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Dieses Thema im Programm:

Sport | 13.11.2020 | 16:00 Uhr

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