Pierre-Michel Lasogga im Training beim VfB Lübeck. © IMAGO / Agentur 54 Grad

Ex-HSV-Profi Lasogga trainiert beim VfB Lübeck

Stand: 27.03.2023 13:49 Uhr

Prominenter Gast beim Fußball-Regionalligisten VfB Lübeck: Der frühere HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga ist am Montag ins Training eingestiegen. Der 31-Jährige wird sich in den kommenden Wochen an der Lohmühle fithalten.

Das bestätigte der designierte Drittliga-Aufsteiger am Montagmittag dem NDR. Der Kontakt zu Lasogga sei über VfB-Sportvorstand Sebastian Harms zustandegekommen, der von 2002 bis 2021 beim HSV unter anderem als Sportlicher Leiter im Nachwuchsleistungszentrum gearbeitet hatte.

"Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Jungs sind alle sehr nett und ich wurde gut aufgenommen", sagte Lasogga der "Hamburger Morgenpost". "Ich hoffe, die nächsten Wochen fit zu bleiben, fit zu werden und den Jungs vielleicht auch ein bisschen beim Training zu helfen. Es war ein sehr schöner Fußballtag."

"Fußball ist wie eine Droge. Ich brenne noch immer." Pierre-Michael Lasogga

Der 31-Jährige ist seit mehr als einem halben Jahr vereinslos. Zuletzt hatte er für Al-Khor SC in Katar gespielt. Bis 2019 war er insgesamt fünf Jahre für den Hamburger SV in der Bundesliga und in der Zweiten Liga auf Torejagd.

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Ob Lasogga tatsächlich beim VfB Lübeck anheuert, ist offen. Die Gehaltsvorstellungen des früheren Bundesligaprofis dürfte für den Regionalligisten nicht zu stemmen sein. Die Idee ist wohl eher ähnlich gelagert wie bei Robin Himmelmann, der sich im Herbst 2022 ebenfalls bei den Grün-Weißen fithielt und für höhere Aufgaben empfahl. Inzwischen hütet der frühere St.-Pauli-Keeper das Tor des Zweitligisten Holstein Kiel.

"Möglichkeit, mein Feuer aufrechtzuerhalten"

"Ich bin froh über die Möglichkeit, mein Feuer aufrechtzuerhalten", sagte Lasogga zum Training in Lübeck. "Nur weil man länger kein Punktspiel absolviert hat oder länger keinen Vertrag mehr hatte, heißt das ja nicht, dass man seinen Ehrgeiz verliert."

Der bullige Angreifer, der mittlerweile wieder in Hamburg lebt, will seine Profikarriere ebenfalls fortsetzen und hatte sich erst im Januar bei seinem Ex-Club angeboten: "Ich wünsche mir natürlich, dass ich einen Anruf vom HSV kriege. Das wäre praktisch", sagte er im Podcast "HSV - wir müssen reden".

138 Spiele und 49 Tore für den HSV

Der gebürtige Gladbecker feierte 2010 sein Profidebüt bei Hertha BSC, ein Jahr später stieg er mit den Berlinern in die Bundesliga auf. Im September 2013 wurde er an den HSV verliehen und begeisterte nur einen Monat später mit einem Hattrick beim 5:0 in Nürnberg. Zudem sicherte der Stürmer mit seinem Treffer im Relegations-Rückspiel bei Greuther Fürth den Klassenerhalt. Die Hamburger verpflichteten Lasogga fest.

Nach einer einjährigen Ausleihe an den englischen Zweitligisten Leeds United kehrte er 2018 zum HSV zurück, verließ den Club aber nach nur einem Jahr und dem verpassten Bundesliga-Aufstieg wieder. Insgesamt bestritt Lasogga 138 Pflichtspiele für die Hamburger, in denen er 49 Tore erzielte. Es folgte ein Engagement beim katarischen Erstligisten Al-Arabi aus der Hauptstadt Doha sowie bei dessen Ligarivalen Al-Khor SC.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 27.03.2023 | 19:30 Uhr

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