Stand: 14.01.2018 19:51 Uhr

Elftes Remis - Wolfsburg kommt nicht vom Fleck

von Hanno Bode, NDR.de
Daniel Didavi (l.) spielte mit Wolfsburg zum elften Mal in dieser Serie remis.

Der VfL Wolfsburg bleibt in der Fußball-Bundesliga einsame Spitze. Allerdings nur, was die Anzahl der Unentschieden angeht. Das mehr als achtbare 0:0 beim Spitzenclub Borussia Dortmund war für den Werksclub bereits die elfte Punkteteilung in dieser Saison. So richtig vom Fleck kommen die Niedersachsen mit ihrer Eichhörnchen-Taktik naturgemäß nicht. Der deutsche Meister von 2009 muss seinen Blick weiter achtsam nach unten richten. Sein Vorsprung auf Relegationsplatz 16, den momentan Nordrivale Werder Bremen einnimmt, beträgt unverändert lediglich vier Zähler. "Unter dem Strich war das ein etwas glückliches Ergebnis. Aber am Ende ist der Punkt gut für unser Selbstvertrauen", resümierte "Wölfe"-Coach Martin Schmidt.

Wolfsburgs Maximilian Arnold © dpa - Bildfunk Fotograf: Axel Heimken

Arnold: "Alle sind auf ihre Kosten gekommen"

NDR 2 -

Ein 0:0 in Dortmund - das hatte den Wolfsburgern vor dem Spiel auch kaum einer zugetraut. Mit etwas Glück hätte es für Maximilian Arnold sogar mehr sein können.

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Verhaegh VfL-Kapitän - Ärger um BVB-Star Aubameyang

Der VfL wurde von Rechtsverteidiger Paul Verhaegh aufs Feld geführt. Ob der 34-jährige Niederländer langfristig die Nachfolge des in der Winterpause nach Stuttgart abgewanderten Mario Gomez als Kapitän antreten wird, ist laut Schmidt allerdings noch offen. Es sei auch möglich, dass der momentan noch verletzte Ignacio Camacho nach seiner Genesung das Amt übernehme, so der Schweizer. Verhaegh und der Spanier waren in der Hinrunde die Stellvertreter von Gomez. Weitaus größere Sorgen als die Wahl eines neuen Kapitäns hatte Schmidts Pendant Peter Stöger an diesem ungemütlichen Sonntagabend. Da sein Starangreifer Pierre-Emerick Aubameyang am Vortag eine Mannschaftssitzung verpasst hatte, strich ihn der Österreicher einige Stunden vor der Begegnung aus dem Kader. Für den exzentrischen Torjäger, der bereits zum dritten Mal in seiner Zeit als BVB-Profi vorübergehend suspendiert wurde, rutschte der 18-jährige Alexander Isak in die Startelf.

Konzentrierte Wolfsburger machen es dem BVB schwer

Nennenswert in Szene setzen konnte sich der junge Schwede, der erst im vergangenen September volljährig wurde, zunächst aber nicht. Das lag zum einen an dem zunächst gut gestaffelten Wolfsburger Defensivverbund. Zum anderen bekamen die Hausherren in der Anfangsphase zu selten Tempo in ihr Spiel. Die Gäste konnten die meisten Dortmunder Angriffe zeitig unterbinden, waren dann allerdings im Umschaltspiel häufig zu hektisch und unkonzentriert. Erst nach 22 Minuten und der ersten Großchance durch BVB-Außen Andriy Yarmolenko, der freistehend aus fünf Metern verzog, wurde das Duell unterhaltsamer.

Didavi vergibt "Wölfe"-Führung

Peu à peu gewann auch Wolfsburg Vertrauen in die eigenen Offensivfähigkeiten, sodass die Zuschauer Zeugen einer offenen Partie wurden. Die hochkarätigste Gelegenheit vor der Pause besaß Daniel Divadi, der nach einem feinen Hackentrick von Yunus Malli freie Schussbahn hatte. Dortmunds Schlussmann Roman Bürki konnte den zu unplatzierten Versuch des VfL-Profis mit dem Fuß abwehren (37.). Auf der Gegenseite fehlten Isak aus ausssichtsreicher Position Ruhe und Präzision (42.).

Beide Teams im Abschluss zu nervös

18.Spieltag, 14.01.2018 18:00 Uhr

  • Bor. Dortmund
  • 0:0


  • VfL Wolfsburg

Tore: -:-
Bor. Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Toprak, Toljan - Weigl - M. Götze (56. Dahoud), Kagawa - Jarmolenko (78. N. Sahin), Isak (68. Schürrle), Sancho
VfL Wolfsburg: Casteels - Verhaegh, Uduokhai, Tisserand, William - Arnold, Guilavogui - Brekalo, Didavi (64. Steffen), Malli - Origi
Zuschauer: 80600

Weitere Daten zum Spiel

Nach dem Seitenwechsel geriert die Schmidt-Elf sofort unter Druck und hatte zweimal Fortune, als Yarmolenko freistehend über das Gehäuse schoss (48.) und Jadon Sancho aus spitzem Winkel den Außenpfosten traf (52.). Wolfsburg konnte zunächst nur noch selten für Entlastung sorgen, besaß nach einem seiner wenigen Angriffe durch Divock Origi aber plötzlich die Möglichkeit zum 1:0. Den gefühlvollen Lupfer des Belgiers konnte Bürki mit seiner zweiten Glanztat des Abends entschärfen (58.). Kurz darauf bediente Origi den Wolfsburger Debütanten Renato Steffen mit einer Flanke, der Kopfball des Neuzugangs vom FC Basel verfehlte aber deutlich das Ziel (66.). Die für ein Auswärtsspiel in Dortmund doch zahlreichen Chancen ließen die "Wölfe" zusätzlichen Mut schöpfen. Sie zogen sich auch in der Schlussphase nicht zurück, sondern spielten auf Sieg. Doch weil William seinen Meister in Bürki fand (77.) und Rückkehrer Josip Brekalo eine Kontersituation zu eigensinnig abschloss (85.), schlug am Ende "nur" ein Remis für die Niedersachsen zu Buche. Wieder einmal.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 14.01.2018 | 22:50 Uhr

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