Stand: 27.11.2019 21:59 Uhr

Eintracht Braunschweig mit Millionenverlust

Die Fußballer von Eintracht Braunschweig haben in der ersten Drittliga-Saison nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga einen Verlust von 4,4 Millionen Euro gemacht. Das gab die ausgegliederte Profiabteilung des Vereins am Mittwoch vor dem Beginn der Jahreshauptversammlung bekannt. Das Millionenminus sei aber "dank der harten und teilweise auch sehr schmerzhaften Sparmaßnahmen deutlich geringer ausgefallen als zunächst befürchtet", sagte Präsident Sebastian Ebel, der beim Mitgliedertreffen wiedergewählt wurde.

Eigenkapital fast halbiert

Um Kosten einzusparen, hatte sich der Verein im Frühjahr von mehreren Mitarbeitern der Geschäftsstelle und des Nachwuchsleistungszentrums getrennt. Darüber hinaus wurden die U23 vom Spielbetrieb abgemeldet, ein Fanshop in der Innenstadt geschlossen und die Scouting-Abteilung dicht gemacht.

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Desweiteren kompensierten die Niedersachsen den Verlust durch "das Eigenkapital, das wir zum Ende der Saison 2017/2018 angespart haben", erläuterte Ebel. Nach Informationen der "Braunschweiger Zeitung" ist das Eigenkapital von 7,6 auf 4,3 Millionen Euro zusammengeschmolzen.

Gürtel muss nun enger geschnallt werden

Die Spielzeit 2017/2018 hatte der BTSV trotz des Abstiegs aus der Zweiten Liga mit einem beachtlichen Gewinn von 2,7 Millionen Euro abgeschlossen. Unter anderem deswegen, weil der Club weniger Erfolgsprämien als ursprünglich kalkuliert an die Mannschaft ausgezahlt hatte. Außerdem konnten wegen zahlreicher Langzeitverletzter Gehälter gespart werden. Nun muss der Gürtel enger geschnallt werden: "Wir haben einen Finanzplan für mehr als die aktuelle Saison in der Dritten Liga aufgestellt. Auf dieser Basis werden wir weiterhin agieren", erklärte Ebel.

Gesamtverein mit Überschuss

Der Gesamtverein hat das Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Überschuss von 140.000 Euro nach Steuern abgeschlossen. Im Vorjahr hatte es ein Minus von 64.000 Euro gegeben. Der Überschuss sei "durch die weitere Steigerung der Mitgliederzahlen und -beiträge und den Ausbau der Sponsoringeinnahmen, nicht zuletzt aber auch durch eine großzügige Spende" ermöglicht worden, erklärte der für Finanzen zuständige Vizepräsident des e.V., Rainer Cech.

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Hallo Niedersachsen | 27.11.2019 | 19:30 Uhr