Stand: 16.07.2019 17:12 Uhr

Was geht für Hansa, Braunschweig und Meppen?

Eintracht Braunschweig und Hansa Rostock treffen am achten Drittliga-Spieltag zum ersten Mal aufeinander.

Am Wochenende fällt der Startschuss für die Drittliga-Saison. Nach dem Aufstieg des VfL Osnabrück sind mit dem FC Hansa Rostock, Eintracht Braunschweig und dem SV Meppen noch drei Teams aus dem Norden dabei. Während Hansa zum Start Aufsteiger Viktoria Köln empfängt (Sonnabend, 14 Uhr, live im NDR), treten die "Löwen" auswärts beim Zweitligaabsteiger 1. FC Magdeburg an (17.45 Uhr/live im Ersten und bei NDR.de). Meppen erwartet den FSV Zwickau (14 Uhr). Wo geht die Reise für das Nord-Trio hin? Der Teamcheck.

Hansa Rostock: Coach Härtel hält sich zurück

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Die vergangene Drittliga-Saison war eine ernüchternde für den FC Hansa Rostock. Der Aufstieg sollte her, am Ende kam Rang sechs heraus. Ein neuerlicher Anlauf in dieser Spielzeit dürfte schwer werden. Unter den 14 Abgängen waren auch die Leistungsträger Oliver Hüsing, Marcel Hilßner oder Cebio Soukou. Möglich, dass die Mecklenburger in Zehn-Tore-Stürmer Merveille Biankadi noch einen weiteren Stammspieler verlieren. Laut "Bild" ist der Zweitligist FC Heidenheim an dem 24-Jährigen interessiert. Gerade die Offensive war das Problem der Rostocker in der Vorbereitung. "Es fehlt noch etwas, wir brauchen mehr Torchancen", sagte Trainer Jens Härtel dem NDR. Der Coach backt nicht ohne Grund kleine Brötchen: "In erster Linie gilt es, diese 45 oder 46 Punkte zu holen und dann zu schauen, wie viele Spiele noch sind und was man noch erreichen kann."

Eintracht Braunschweig: Das Gerüst der "Löwen" steht

War Rostocks Vorsaison schon dürftig, ist die Serie 2018/2019 von Eintracht Braunschweig nur als herber Rückschlag einzuschätzen. Mit Hängen und Würgen verhinderten die Niedersachsen den Absturz in die Regionalliga. Der in der Saison geholte Trainer André Schubert krempelte das Team in der Winterpause komplett um und hatte Erfolg damit. So schnell er da war, ging der Retter aber auch schon wieder - in die Zweite Liga zu Holstein Kiel.

Co-Trainer Christian Flüthmann übernahm und bekam mit Peter Vollmann einen absoluten Drittliga-Experten als Sportchef an die Seite gestellt. Sie konnten das erfolgreiche Rückrunden-Team zusammenhalten. Abgesehen von dem Abgang von Top-Stürmer Philipp Hoffmann. Rückkehrer Orhan Ademi oder der vom SV Meppen verpflichtete Nick Proschwitz sollten allerdings in der Lage sein, diesen Verlust zu kompensieren. Zudem ruhen große Hoffnungen auf dem aus Münster geholten torgefährlichen Mittelfeldantreiber Martin Kobylanski.

Das Gerüst der "Löwen" steht und wurde vielversprechend ergänzt. Mit dem Abstiegskampf sollten die Braunschweiger so eigentlich nichts zu tun haben. Kommt die Eintracht gut durch das knifflige Auftaktprogramm, darf vielleicht sogar nach oben geschielt werden.

SV Meppen: Die Mannschaft ist der Star

Der Abgang von Proschwitz wiegt schwer beim SV Meppen. Erst im Herbst 2018 verpflichtet, schoss der Angreifer die Emsländer mit 14 Toren zu einem überraschend "entspannten" Klassenerhalt. Ob Neuzugang Julius Düker diese Lücke füllen kann, wird sich noch zeigen müssen. Da auch Nico Granatowski (VfL Osnabrück) und Kapitän Martin Wagner (Hannover 96 II) gingen, hat Trainer Christian Neidhart viel Arbeit vor sich, wieder eine schlagkräftige Gemeinschaft zu formen. Für die Meppener wird es auch in dieser Spielzeit nur über den Faktor mannschaftliche Geschlossenheit gehen. "Wir fokussieren uns nach einer sehr intensiven Vorbereitung voll auf den Start der neuen Saison und kommen jetzt in den Drittliga-Rhythmus", sagte Neidhart. Finden die Emsländer selbigen schnell, könnten sie in der Endabrechnung wieder über dem Strich stehen.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 20.07.2019 | 14:00 Uhr