Stand: 14.03.2019 14:10 Uhr

VfL-Trainer Labbadia aufgeräumt und angriffslustig

Aufgeräumt und auch ein bisschen angriffslustig hat sich Bruno Labbadia am Donnerstag in Wolfsburg präsentiert. Nach der zeitlich gesehen überraschenden Verkündung seines Abschieds zum Saisonende erklärte der VfL-Trainer im NDR Interview seine Beweggründe: "Ich wollte einfach so schnell wie möglich Nägel mit Köpfen machen. Für den Verein, aber auch für mich."

Gleichzeitig stellte der 53-Jährige klar: "Ich habe Bock, die Saison mit dem Verein und vor allem mit der Mannschaft erfolgreich zu Ende zu bringen. Mein größter Wunsch ist es, dass dann alle Gewinner sind." Nächster Stopp für den Bundesliga-Siebten auf dem anvisierten Weg nach Europa ist das Heimspiel am Sonnabend (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) gegen Fortuna Düsseldorf.

Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia © Witters

Labbadia: "Gehe mit einem weinenden Auge"

Trainer Bruno Labbadia verlässt den VfL Wolfsburg am Ende der laufenden Spielzeit. Über die Gründe, die Restsaison und seine Zukunft sprach er mit Inka Blumensaat.

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Düsseldorf-Spiel etwas unter dem Radar

"Düsseldorf hat eine sehr gute Phase und sie werden uns das Spiel nicht leicht machen. Wir wissen, dass wir am Samstag alles abrufen müssen", sagte Labbadia über den Aufsteiger, der als Elfter mit 31 Punkten sehr gut dasteht. Die nächste sportliche Herausforderung der "Wölfe" ging angesichts der turbulenten Woche doch ein bisschen unter. Thema war immer noch Labbadias Abgang. "Es ist sehr, sehr wichtig, dass die Führungspersonen in einem Verein in die gleiche Richtung gehen", erklärte der VfL-Trainer. Er habe allerdings nicht den Eindruck, "als wenn das mit der Mannschaft etwas gemacht hätte. Es war natürlich keine normale Woche. Aber wir haben eine ordentliche Trainingswoche hingelegt. Das war für die Umstände ganz gut."

Labbadia: "Wichtig, dass keiner an den Pranger gestellt wird"

Die Dissonanzen zwischen dem Coach und Manager Jörg Schmadtke traten zuletzt offen zu Tage. Vorwürfe wollte Labbadia aber niemandem machen: "Es ist wichtig, dass keiner an den Pranger gestellt wird. Das ist meine Entscheidung und die habe ich getroffen. Es war ein sehr sauberer Ablauf." Er gehe auch mit einem weinenden Auge, so der Ex-Profi: "Ich habe mit der Mannschaft unheimlich gerne gearbeitet." Über seine eigene Zukunft nach dem Sommer will sich Labbadia noch keine Gedanken gemacht haben: "Wenn sie mich heute fragen, gehe ich davon aus, dass ich einen längeren Urlaub habe. Man wird sehen, was kommt."

Sportvorstand Schmadtke wollte sich am Donnerstag nicht äußern. An ihm ist es nun, einen Labbadia-Nachfolger zu finden.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 17.03.2019 | 22:50 Uhr