Stand: 07.12.2019 20:31 Uhr

Wolfsburg-Coach Glasner platzt der Kragen

von Florian Neuhauss, NDR.de
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Ließ seinem Frust in Freiburg freien Lauf: VfL-Trainer Oliver Glasner.

Nur zwei Siege aus den jüngsten elf Pflichtspielen - Trainer Oliver Glasner ist nach der 0:1-Niederlage in Freiburg der Kragen geplatzt. "Ich bin mit unserem Auftritt überhaupt nicht zufrieden, weil wir - und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison - oft nur dann bereit sind, an unsere Leistungsgrenze zu gehen, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht. Also wenn es schon sehr eng wird mit der Luft", holte der sonst so besonnen wirkende Österreicher zur Generalkritik aus. Das Ergebnis-Hoch mit den Auswärtssiegen bei Eintracht Frankfurt (2:0) und dem PFK Olexandrija (1:0) ist nach den beiden Niederlagen gegen Werder Bremen (2:3) und nun in Freiburg schon wieder vergessen.

VfL enttäuscht in Freiburg

Im Breisgau enttäuschten die "Wölfe" vor allem spielerisch. Kaum eine Kombination brachten die Niedersachsen zum Torabschluss. Im Spiel gegen den Ball wussten sie sich oftmals nur mit Fouls zu helfen. Am Ende hatte Schiedsrichter Bastian Dankert über 20-mal gegen den VfL gepfiffen. Und trotzdem wäre deutlich mehr dringewesen. Sowohl Wout Weghorst (82.) beim Stand von 0:0 als auch William (88.) nach dem 0:1 hätten das Ergebnis erfreulicher gestalten können.

"Wir haben nach vorne heute nicht viel gemacht, das muss man ehrlicherweise sagen", fasste Mittelfeldmotor Maximilian Arnold seine Sicht zusammen - und lobte auch noch den Gegner: "Nicht umsonst hat Freiburg die heimstärkste Defensive der Liga. Freiburg hat es sehr gut gemacht."

Glasner: "Machen uns das Leben selbst schwer"

Das wollte Glasner nach der vierten Niederlage im fünften Bundesliga-Spiel hintereinander jedoch so nicht gelten lassen: "Ich finde es schade, wir machen uns das Leben oft selber schwer. Wir waren nicht von der ersten Sekunde zu 100 Prozent im Spiel."

Der Nachfolger von Erfolgscoach Bruno Labbadia, der den VfL in der vergangenen Spielzeit überraschend zurück auf die Europapokal-Bühne geführt hatte, erlebt eine schwierige Phase. Nicht nur Rang sechs in der Vorsaison, sondern auch die Umstände des Ausscheidens von Labbadia haben die Latte für Glasner hoch gelegt. Geschäftsführer Jörg Schmadtke hat seinem Wunschtrainer einen Rucksack mitgegeben. Und nachdem die "Wölfe" in den ersten 13 Saison-Pflichtspielen ungeschlagen geblieben waren, tun sie sich seit Ende Oktober viel schwerer. Für Glasner war es offenbar an der Zeit, mal auf den Tisch zu hauen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 07.12.2019 | 13:00 Uhr