Stand: 26.01.2020 19:52 Uhr

0:3 gegen Hoffenheim: Werders Heimfluch hält an

von Florian Neuhauss, NDR.de
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Neues Jahr, alte Probleme: Bei Werder Bremen war die Enttäuschung nach dem Hoffenheimspiel groß.

Einst war das Weserstadion eine Festung - doch das scheint lange her: Werder Bremen musste am Sonntagnachmittag gegen die TSG Hoffenheim ein 0:3 (0:0) hinnehmen, es war bereits die sechste Heimniederlage der Saison im neunten Spiel. Mit bisher lediglich fünf Punkten ist Werder weiter die schlechste Heimmannschaft der Liga. Und steht damit auch nach dem 19. Spieltag auf dem Relegationsrang. "3:0 ist unter dem Strich ein hartes Ergebnis", sagte Neuzugang Kevin Vogt, der gegen seinen Stammverein einer der wenigen Lichtblicke war. "Wir haben uns die drei Tore selber reingehauen." Bis Freitag könnten die Bremer noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Baustellen gäbe es genug. Manager Frank Baumann erklärte, dass er weiter die Augen offenhalte, betonte aber auch, dass das Portemonnaie "nicht komplett voll ist".

Baumann: "Wird uns nicht aus der Bahn werfen"

Sportclub -

Werder Bremens Sportchef Frank Baumann hat sich nach der 0:3-Heimklatsche gegen 1899 Hoffenheim enttäuscht gezeigt. Das Selbstvertrauen sei noch nicht wieder da, sagte Baumann im Sportclub-Interview.

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Vogt ist Werders Aktivposten

Wer sich gefragt hatte, ob Vogt nach seiner Gehirnerschütterung tatsächlich schon wieder voll belastbar sein würde, bekam schnell die Antwort.

19.Spieltag, 26.01.2020 15:30 Uhr

Werder Bremen

0

Hoffenheim

3

Tore:

  • 0:1 Klaassen (65., Eigentor)
  • 0:2 Baumgartner (79.)
  • 0:3 Adamjan (83.)

Werder Bremen: Pavlenka - Toprak, Vogt, Veljkovic (82. Pizarro) - Bittencourt, N. Sahin (66. Bartels), Friedl - M. Eggestein, Klaassen - Rashica - Sargent (66. Osako)
Hoffenheim: Pentke - Posch, Akpoguma, B. Hübner - Kaderabek, Zuber (73. Bebou) - Rudy, Grillitsch, Baumgartner (85. Samassékou) - Kramaric, Dabbur (60. Adamjan)
Zuschauer: 40000

Weitere Daten zum Spiel

Werders Abwehrchef warf sich mit Verve in jeden Zweikampf - und scheute auch keinen Kopfball. So kamen die Hausherren auch zu ihren ersten Möglichkeiten. Stand der 28-Jährige beim ersten Abschluss nach einem Freistoß noch im Abseits, wurde es beim zweiten Mal brandgefährlich: Dem 1,94-Meter-Mann fehlten am zweiten Pfosten ein paar Zentimeter, um den Ball aufs Tor von Philipp Pentke zu bringen. Der 34 Jahre alte Schlussmann vertrat in seinem zweiten Bundesliga-Einsatz erneut den verletzten Oliver Baumann, Neuzugang Michael Esser von Hannover 96 saß wieder nur auf der Bank. Danach kam von den Bremern offensiv aber kaum noch etwas.

Die beste Chance der ersten Hälfte hatten die Hoffenheimer - nach einem schrecklichen Fehlpass von Davy Klaassen, der genau im Lauf des jungen Christoph Baumgartner landete. Der Österreicher spielte Andrej Kramaric frei, doch Werder-Keeper Jiri Pavlenka verkürzte geschickt, und der Stürmer schoss nur ans Außennetz (17.). Zwei Minuten später scheiterte der Kroate dann an Pavlenka - und die Zuschauer hatten bereits den letzten Höhepunkt der ersten Hälfte gesehen.

Klaassen bringt Werder auf die Verliererstraße

Nach der Pause nahm das Duell allerdings Fahrt auf. Zunächst retteten Vogt und Ömer Toprak gemeinsam beim Kopfball von Munas Dabbur (53.).

Dann kam Werder wieder auf: Maximilian Eggestein scheiterte erst an Pentke (56.), anschließend verfehlte ein abgefälschter Schuss das Tor um Zentimeter (57.). Doch der Treffer fiel auf der anderen Seite. Nach einer TSG-Ecke wurde es in Bremens Defensive vogelwild, ein Befreiungsversuch von Kapitän Klaassen missglückte völlig und fiel hinter dem verdutzten Pavlenka ins Netz - Eigentor, 0:1 (65.).

Einmal hätten die Bremer das Ruder vielleicht noch herumreißen können, aber Milot Rashica verzog aus aussichtsreicher Position völlig (68). Und danach war die Partie schnell entschieden. Hoffenheim-Leihgabe Leonardo Bittencourt versuchte, den Ball mit einer Grätsche am eigenen Fünfmeterraum zu kontrollieren, statt zu klären - und legte so für Baumgartner auf. Der 20-Jährige verwertete die Vorlage sehenswert per Hacke (79.). Nur drei Minuten später versenkte Joker Sargis Adamyan zum 3:0-Endstand. Wie so oft hatten die Bremer über weite Strecken eine ansehnliche Leistung geboten und standen am Ende mit hängen Köpfen da.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 26.01.2020 | 22:50 Uhr