Stand: 12.07.2019 14:27 Uhr

Werder-"Rakete" Rashica: Angebote ja, Wechsel nein

Der umworbene Milot Rashica bekennt sich zu Werder Bremen.

Dieser Spitzname liegt auf der Hand. "Rocket", also "Rakete", rufen Mitspieler und sogar Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt den Offensivflitzer Milot Rashica. Dessen Tempo auf dem Fußballplatz ist in der Tat beeindruckend. Neun Tore und fünf Vorlagen gelangen dem 23-Jährigen in der vergangenen Saison - und zahlreiche beeindruckende Sprints. Wenig überraschend, dass es Angebote für Rashica gibt, dessen Vertrag in Bremen bis 2022 läuf. Während sich der kosovarische Nationalspieler klar zu Werder bekennt, liebäugelt sein Berater mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung.

Rashica bekennt sich zu Bremen

"Es passt mit dem Trainerteam, mit den Fans, mit der ganzen Stadt. Sie alle sorgen dafür, dass ich mich wirklich gut fühle. Ich habe keinen Grund, den Verein zu verlassen", sagte der Stürmer im Trainingslager der Bremer im österreichischen Zell am Ziller. Vor allem in der Rückrunde der vergangenen Saison drehte Rashica auf. Acht der insgeamt neun Treffer schoss er in der zweiten Saisonhälfte, drei weitere im DFB-Pokal. Nach dem 2:0 im Viertelfinale gegen Schalke 04, als der Kosovare das 1:0 mit einem sehenswerten Distanzschuss besorgte, hatte Kohfeldt direkt erklärt: "Da braucht keiner anzurufen. Milot hat einen langfristigen Vertrag ohne Klausel."

"Es gibt mehrere Interessenten für Milot"

Das bedeutet im heutigen Fußballgeschäft allerdings nicht mehr viel. Wenn Top-Clubs einen Spieler wirklich haben wollen, dann werden mittlerweile Ablösesummen geboten, bei denen Vereine wie Werder eigentlich nicht mehr "Nein" sagen können. "Es gibt mehrere Interessenten für Milot. Darunter Clubs, die auch für ihn interessant sind. Die auch mehr bezahlt hätten", teilte Rashicas Berater Altin Lala nun dem "Weser-Kurier" mit. "Milot hat in Bremen eine sehr gute Entwicklung genommen, das haben andere Vereine registriert und versuchen, ihn zu locken." Einen Wechsel im Sommer hält Lala aber für unwahrscheinlich, allerdings könne man "im Fußball natürlich nichts ausschließen".

Berater Lala bringt Vertragsverlängerung ins Gespräch

Lala ließ gleichzeitig unverblümt durchblicken, wie es seinem Klienten leichter fallen würde, bei lukrativen Offerten nicht doch schwach zu werden und Bremen möglicherweise um die Freigabe zu bitten: "Es ist ein Gedanke, eine Möglichkeit, über eine Vertragsverlängerung zu sprechen." Das übliche Prozedere wäre in diesem Fall: eine Gehaltserhöhung für die "Rakete" und auf der anderen Seite eine festgeschriebene, hoch angesetzte Ablösesumme, die Werder Planungssicherheit gibt.

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Sport aktuell | 12.07.2019 | 15:25 Uhr