Stand: 17.10.2019 14:13 Uhr

Davy Klaassen - Werders Rekordtransfer zahlt zurück

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Davy Klaassen ist in dieser Saison zu Werders Anführer aufgestiegen.

82,9 Kilometer - so steht es in der Statistik der DFL. Davy Klaassen ist an den ersten sieben Bundesliga-Spieltagen insgesamt fast zwei Marathons gelaufen. Nur Bayerns Joshua Kimmich (86,1) ist noch weitere Wege gegangen. Dafür hat der Niederländer in Diensten von Werder Bremen bereits sechs Scorerpunkte (zwei Tore/vier Vorlagen) gesammelt und der deutsche Nationalspieler nur drei Assists auf seinem Konto. Nicht von ungefähr ist Klaassen längst zum Anführer der Grün-Weißen aufgestiegen. Durch die Verletztenmisere und nicht zuletzt durch den Abgang von Max Kruse war eine große Lücke entstanden. Der 26-Jährige hält den Laden nun zusammen, mag aber gar nicht so sehr im Mittelpunkt stehen: "Ich laufe, solange ich kann, aber mir ist es lieber, wenn wir als Mannschaft besser miteinander kombinieren. Dann muss ich auch automatisch weniger laufen."

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So werden wie schon beim 2:2 in Frankfurt erneut Ömer Toprak, Yuya Osako und Niklas Moisander ausfallen. Persönlichkeiten wie Klaassen, der unter anderem über die Erfahrung von 16 Länderspielen für die "Elftal" sowie Einsätze in der Europa und sogar Champions League verfügt, sind umso wichtiger, weil in der Bundesliga unerfahrene Spieler wie U23-Kapitän Christian Groß, Marco Friedl oder Benjamin Goller Fixpunkte brauchen, um sich auf ihr Spiel konzentrieren zu können.

Letzterer gehört zu den "Profiteuren" der Situation in Bremen. Der 20-Jährige kam vor der Saison aus dem Nachwuchs von Schalke 04 zu Werder - mit dem Vorsatz, "die Vorbereitung bei den Profis zu absolvieren und dann mal weiterzusehen". Mittlerweile hat der Mittelfeldmann bereits vier Bundesliga-Einsätze, einen sogar von Beginn an absolviert. "Ich habe mir keinen Kopf gemacht und versucht frei aufzuspielen."

Rekordinvestition zahlt sich aus

Goller kam im Sommer ablösefrei - Klaassen ist Werders Rekordtransfer. Spitzen-Qualität hat eben ihren Preis - und so nahmen die Verantwortlichen der "Grün-Weißen" vor der Saison 2018/2019 die Rekordsumme von rund 13 Millionen Euro in die Hand, um Klaassen vom FC Everton loszueisen. Fünf Tore und fünf Vorlagen in seiner ersten Bundesliga-Spielzeit waren ein guter Wert. Nun zahlt sich die Investition so richtig aus.

Nicht zuletzt, weil er schier "unkaputtbar" ist, praktisch nie ausfällt. Was dieser Tage an sich ja schon als besondere Qualität durchgeht. Und Klaassen gibt den nimmermüden Antreiber, nicht nur mit Taten, sondern auch mit Worten: "Mit acht Punkten aus sieben Spielen bin ich eigentlicht nicht zufrieden, weil wir gewisse Partien hätten gewinnen müssen." Die anvisierten Europapokalränge hat der 26-Jährige deshalb auch noch lange nicht aus den Augen verloren: "Die Saison ist noch lang, der Abstand nicht so weit."

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Sportclub | 20.10.2019 | 22:50 Uhr