Fabian Nürnberger (Nürnberg) und Josha Vagnoman im Kampf um den Ball. © WITTERS Foto: Lennart Preiss

Ausgerechnet ein Hamburger Jung: HSV lässt in Nürnberg Federn

Stand: 09.01.2021 16:27 Uhr

Zweitliga-Tabellenführer HSV ist beim 1. FC Nürnberg am Sonnabend nicht über ein 1:1 (1:1) hinausgekommen. Für die Franken traf ein Hamburger Jung, für die Hamburger erzielte Simon Terodde am 15. Spieltag seinen 16. Saisontreffer.

von Florian Neuhauss

Ausgerechnet Fabian Nürnberger traf den HSV in der 14. Minuten mit seinem zweiten Saisontor ins Mark. Nürnberger, der wie aufgedreht wirkte, ist nämlich trotz seines Namens gar kein Nürnberger, sondern ein gebürtiger Hamburger. Der 21-Jährige spielte bis 2015 auch für den HSV, bevor er über Eintracht Norderstedt und den Niendorfer TSV 2018 zu den Franken wechselte. In dieser Saison hat der schnelle Linksfuß den Zweitliga-Durchbruch geschafft.

16. Saisontor: Terodde eiskalt wie gewohnt

Schon vier Minuten vor dem 1:0 hatte Nürnberger einen ersten Warnschuss abgegeben. Vor dem Strafraum hatte der Youngster zu viel Platz - Toni Leistner rückte zu spät raus - und knallte den Ball an die Latte. Torhüter Sven Ulreich wäre chancenlos gewesen. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, doch bis auf einen Schuss von Sonny Kittel ans Außennetz (15.) wurden sie zunächst nicht gefährlich. Zu oft leisteten sich die Hanseaten leichte Ballverluste und hatten Glück, dass der "Club" die guten Konterchancen sträflich schlecht ausspielte.

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Doch Simon Terodde ist und bleibt eine (Zweitliga-) Klasse für sich. Tim Leibold schickte links Bakery Jatta. Der Gambier kratzte den Ball gerade noch von der Auslinie und passte in die Mitte, wo Terodde zur Stelle war und Christian Mathenia zum Ausgleich tunnelte (33.). Dass es zur Pause beim 1:1 blieb, hatte der HSV auch dem bärenstarken Stephan Ambrosius zu verdanken, der sich im letzten Moment in einen Schuss von Manuel Schäffler warf (37.).

Duell der Torjäger Schäffler/Terodde fällt aus

Das vor dem Spiel auch von Nürnbergs Manager Dieter Hecking erwartete Duell der Torjäger fand eigentlich nicht statt. Nur Mitte der zweiten Hälfte gab es zwei dazu passende Szenen. Erst scheiterte Terodde in der 59. Minute an Mathenia. Fünf Minuten später rettete Ulreich in größter Not gegen Schäffler.

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Doch das war es schon. Und auch insgesamt gab es in der zweiten Hälfte deutlich weniger zu sehen. Am Ende trennten sich die Teams schiedlich-friedlich mit dem Remis, das durchaus ein Achtungserfolg für Nürnbergs Interims-Chefcoach Tobias Schweinsteiger ist. In der vergangenen Saison war er noch Co-Trainer beim HSV, am Sonnabend Vertreter des gesperrten Robert Klauß. Und auch für die Hamburger gab es Grund zur Freude: Weil Verfolger Holstein Kiel beim FC St. Pauli ebenfalls nur 1:1 spielte, führen sie weiter die Tabelle an.

Terodde zeigte sich "zufrieden" mit dem Ausgang der Partie in Nürnberg. "Wir sind jetzt im Zwei-Punkte-Schnitt, haben nach 15 Spielen 30 Punkte - voll im Soll. Nächstes Wochenende wollen wir das Heimspiel aber wieder mal gewinnen", sagte er dem NDR. Zu Gast am 18. Januar, einem Montag, ist dann der VfL Osnabrück, der am Sonnabend Würzburg unterlag.

15.Spieltag, 09.01.2021 13:00 Uhr

1.FC Nürnberg

1

Hamburger SV

1

Tore:

  • 1:0 Nürnberger (14.)
  • 1:1 Terodde (33.)

1.FC Nürnberg: Mathenia - Valentini, Mühl, Sörensen, Handwerker - Geis, Krauß (90.+1 Dovedan) - Singh (87. H. Behrens), Hack (77. Schleusener), Nürnberger - Schäffler
Hamburger SV: Ulreich - Vagnoman, Leistner, Ambrosius, Leibold - Heyer - Kinsombi (79. Wintzheimer), Dudziak - Kittel (80. Hunt), Terodde, Jatta
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 09.01.2021 | 13:00 Uhr

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