Stand: 19.06.2019 16:12 Uhr

Aufgalopp beim HSV - "Aufstieg" auf dem Index

Mit sieben Neuzugängen hat Trainer Dieter Hecking beim Zweitligisten Hamburger SV die gezielte Vorbereitung auf die Mission Rückkehr in die Fußball-Bundesliga aufgenommen. Nach zwei Tagen mit Medizin- und Leistungstests bat der neue HSV-Coach seine Mannschaft am Mittwochvormittag am Volksparkstadion zur ersten Einheit der Saison. Der 54-Jährige ist sich der Schwere seiner Aufgabe bewusst: "Das zweite Jahr in der Zweiten Liga ist oft schwieriger als das erste. Aus dieser Situation müssen wir das Beste machen und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch hinbekommen."

"Ehrliche Arbeit" abliefern

Um 10.17 Uhr war Hecking zum ersten Mal die berühmte Treppe vom Volksparkstadion zum Trainingsplatz herabgestiegen. Er habe diese Bilder in der Vergangenheit "häufig gesehen, wie die Spieler heruntergekommen sind - meistens wie geprügelte Knechte. Heute mit einem Lächeln und freundlichem Applaus." Der Coach wünscht sich, dass seine Mannschaft "ehrliche Arbeit" abliefert, das "A-Wort" steht ab sofort auf dem Index: "Ich habe der Mannschaft gesagt, sie hört heute von mir einmal das Wort Aufstieg - und dann bis Mai nicht mehr. Wir wollen ambitioniert sein und gerne am Ende des Tages etwas zu feiern haben, aber es nützt jetzt nichts, wenn wir jeden Tag mit dem Wort Aufstieg konfrontiert werden. Das hilft uns nicht weiter."

Hecking bestätigt Interesse an Nürnbergs Ewerton

500 Fans verfolgten das Training und durften dabei erstmals die Neulinge Sonny Kittel, Adrian Fein, Daniel Heuer Fernandes, David Kinsombi, Jeremy Dudziak, Jan Gyamerah und Lukas Hinterseer in Augenschein nehmen. Bevor der HSV Ende Juli am ersten Spieltag der Zweiten Liga den Grundstein für den Aufstieg legen will, soll sich die Mannschaft trotz des finanziellen Engpasses an der Elbe noch weiter verändern. Sportvorstand Jonas Boldt fahndet nach der enttäuschenden Vorsaison vor allem nach Spielern mit Mentalität. Einen solchen glauben die Hamburger in Innenverteidiger Ewerton identifiziert zu haben. Der 30 Jahre alte Brasilianer soll vom 1. FC Nürnberg an die Elbe wechseln. "Er ist ein sehr erfahrener Spieler, der Nürnbergs Abwehr in der vergangenen Rückrunde stabilisiert hat", erklärte Hecking.

Bestätigt: Schweinsteiger wird Co-Trainer

Am Rande des Trainings bestätigte Boldt die Verpflichtung von Tobias Schweinsteiger als weiteren Hecking-Assistenten neben Co-Trainer Dirk Bremser: "Er ist gerade dabei, seine Zelte abzubrechen. Und wenn alles passt, wird er morgen auf dem Platz stehen." Der 37 Jahre alte Bruder von Weltmeister Bastian Schweinsteiger arbeitete zuletzt beim Zweitligisten FC Juniors OÖ, dem Ausbildungsclub des österreichischen Vizemeisters Linzer ASK. Schweinsteiger war früher unter anderem Stürmer des VfB Lübeck (2004-2006 und 2007). Seinen Trainer-Einstand gab er beim FC Bayern, wo er 2017 als Assistent des späteren Holstein-Kiel-Trainers Tim Walter mit der U17 deutscher Meister wurde.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 19.06.2019 | 19:30 Uhr

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