Stand: 12.07.2018 11:39 Uhr

96-"Platzhirsch" Tschauner bald Bankdrücker?

Keeper Philipp Tschauner muss um seinen Stammplatz bei Hannover 96 kämpfen.

Als Weltmeister Ron-Robert Zieler Hannover 96 nach dem Abstieg vor zwei Jahren in Richtung Leicester City verließ, stellten sich viele Fußball-Experten und Fans der "Roten" die Frage, wer den Schlussmann wohl als Nummer eins bei den Niedersachsen beerben würde. Etliche Namen potenzieller Nachfolger kursierten seinerzeit. Doch die Wahl des damaligen Coaches Daniel Stendel fiel auf einen Mann, der bereits bei 96 unter Vertrag stand: Philipp Tschauner. Der vormalige Ersatzkeeper - 2015 vom FC St. Pauli an die Leine gewechselt - empfahl sich durch gute Trainingsleistungen für den Platz zwischen den Pfosten. Mit und auch dank dem 32-Jährigen gelangen der Wiederaufstieg und der Klassenerhalt.

In der vergangenen Serie vertrat Tschauner zudem den verletzten Edgar Prib als Kapitän. Nun aber droht dem bisherigen "Platzhirsch" (Coach André Breitenreiter) im 96-Kasten der Verlust seines Stammplatzes. Konkurrent Michael Esser hofft darauf, ihn abzulösen.

Breitenreiter: "Es geht wieder bei Null los"

Manager Horst Heldt und Trainer André Breitenreiter (v.l.) von Hannover 96 © imago/Jan Huebner Fotograf: Jan Huebner

Hannover 96 startet voller Zuversicht

Hannover 96 hat eine Saison voller Nebengeräusche hinter sich. Nichtsdestotrotz versprühte Coach André Breitenreiter zum Vorbereitungsbeginn viel Zuversicht.

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"Es geht wieder bei Null los. Das ist die Ausgangssituation, die ich beiden Torhütern schon am Ende der vergangenen Saison mitgeteilt habe. Der Kampf ist offen. Der Bessere wird am Ende der Vorbereitung die Nummer eins sein", erklärte Breitenreiter Hannoveraner Medien. Zudem teilte der 44-Jährige mit, einen neuen Kapitän bestimmen zu wollen. Er "favorisiere" einen Feldspieler, "der auf dem Platz agiert", teilte der Übungsleiter mit. Ob dies nun ein Indiz dafür sein könnte, dass Tschauner auch seinen Platz im Gehäuse verlieren wird, ist spekulativ.

Ex-Darmstädter Esser steht bereit

Schon eher lässt Breitenreiters Aussage "In der letzten Saison haben wir 'Tschauni' das Vertrauen geschenkt, auch in Phasen, in denen es nicht so gut lief für ihn", aufhorchen. Heißt: Der Übungsleiter war mit den Leistungen des 32-Jährigen nicht immer einverstanden. Dabei ist Tschauner aus neutraler Sicht nicht viel vorzuwerfen. Seine gravierenden Patzer in den vergangenen beiden Jahren sind an einer Hand abzuzählen. Weil der ehemalige St.-Pauli-Torwart solide, aber eben nur selten richtig überragend hielt, darf sich Esser nun wohl gute Chancen ausrechnen.

Der 30-Jährige war im vergangenen Sommer von Darmstadt 98 zu den Niedersachsen gewechselt. Im Kasten der Hessen hatte der 1,98-Meter-Mann seine große Klasse mehrfach unter Beweis gestellt. An Aufstiegsheld Tschauner gab es damals für ihn aber kein Vorbeikommen. Das könnte sich nun ändern.

Hannovers Kader für die Saison 2018/2019

 

Dieses Thema im Programm:

Sport Aktuell | 12.07.2018 | 11:00 Uhr

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