Torjubel bei den Meppenern Nicolas Andermatt, Lars Bünning und René Guder (v.l.) © imago images / Werner Scholz

2:0 gegen Mannheim - Meppen verlässt Abstiegsränge

Stand: 08.12.2020 20:55 Uhr

Die Emsländer haben nach dem dritten ungeschlagenen Spiel in Serie die Drittliga-Abstiegsränge verlassen. Seit dem Re-Start nach ihrer Corona-bedingten Quarantäne holten die Meppener sieben Punkte aus vier Partien.

von Johannes Freytag

Hassan Amin und Lars Bünning sorgten am Dienstagabend beim 2:0 (2:0) gegen Waldhof Mannheim für die Treffer der Norddeutschen, die einen Sprung vom letzten auf den 15. Tabellenplatz machten. Meppen beeindruckte wie schon in den Partien zuvor kämpferisch und durch eine starke Defensivleistung und blieb zum dritten Mal in Folge ohne Gegentor.

"Ich bin mit dem Spiel heute superzufrieden", erklärte SVM-Trainer Torsten Frings dem NDR Hörfunk, fügte aber hinzu: "Alles ist eng. Wir müssen weiter fighten und den Lauf, den wir uns jetzt erarbeitet haben, so lange es geht, durch gute Leistungen mitnehmen." Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Sonntag (14 Uhr), wenn die Emsländer zum Nordduell bei Hansa Rostock antreten.

Puttkammer muss früh verletzt raus

Frings sah keine Notwendigkeit, sein Team gegenüber dem 0:0 in Magdeburg zu verändern und bot damit zum dritten Mal nacheinander dieselbe Startelf auf. Nach zwölf Minuten war es mit der Kontinuität in der Emsländer Mannschaft aber vorbei. Steffen Puttkammer humpelte vom Platz, für ihn kam Jeron Al-Haizameh in die Partie. Die Verletzung hatte sich der Abwehrspieler kurz zuvor bei der ersten Meppener Großchance zugezogen: Einen Freistoß von Amin beförderte Julius Düker per Kopf an die Querlatte, den Abpraller hätte Puttkammer nur einschieben müssen, er rutschte jedoch auf dem Ball aus und prallte dabei auch noch mit einem Gegenspieler zusammen (6.).

Amin trifft aus 30 Metern

Hatten die Gastgeber hier Pech, so konnten sie sich im Übrigen in der ereignisreichen Anfangsphase bei ihrem Torhüter Erik Domaschke bedanken, der gegen Dominik Martinovic (2.) und Hamza Saghiri (8.) großartig reagierte. Zudem traf Martinovic nur den Außenpfosten (12.). Mannheim war eindeutig am Drücker, in Führung gingen aber die Meppener: Ein Freistoß von Amin segelte aus dem Halbfeld hoch und lang über Freund und Feind hinweg ins Tor (23.).

Der Treffer beeindruckte die Gäste sichtlich, die zuvor allerdings ebenfalls verletzungsbedingt früh in der Innenverteidigung wechseln mussten - Jan Just ersetzte Jasper Verlaat (20.). Meppen zog nun das gewohnte Spiel aus kompakter Defensive und schnellen Kontern auf. Valdet Rama setzte sich auf der linken Seite schön durch, seine Hereingabe fand Düker, doch der setzte den Ball völlig frei am Elfmeterpunkt stehend per Kopf neben das Tor (28.). Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff wurschtelte sich Rama durch den Strafraum, bediente Bünning, dessen Schuss vom Pfosten ins Netz prallte - 2:0 für Meppen (45.+4).

Meppener Bollwerk hält Waldhof-Offensive stand

Wie schon zu Beginn der Partie hatten die Gäste auch im zweiten Durchgang die ersten Gelegenheiten. Wieder war aber SVM-Keeper Domaschke zweimal (52., 55.) auf dem Posten, und hatte wenig später Glück, dass Martinovic (64.), Saghiri (65.) und Arianit Ferati (69.) am Tor vorbeischossen.

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Im Gegensatz zu Hälfte eins befreiten sich die Meppener aber nicht vom Mannheimer Dauerdruck. Die finalen Pässe nach schnellem Umschaltspiel gerieten zu ungenau. Während die Gastgeber kaum einen einzigen vernünftigen Torschuss zustandebrachten, näherten sich die Kurpfälzer dem Anschlusstreffer zwar immer mehr an, er fiel aber nicht: Onur Ünlücifci traf nur den Pfosten (79.). So blieb das Meppener Bollwerk gegen die beste Drittliga-Offensive (25 Treffer, genau wie Saarbrücken, Verl und 1860 München) ohne Gegentor und durfte am Ende den Heimsieg und das Verlassen der Abstiegsränge bejubeln.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 08.12.2020 | 23:03 Uhr

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