Stand: 26.11.2018 10:05 Uhr  | Archiv

Pasta selber machen - so geht's

diverse Pasta © fotolia.com Foto: roman_baiadin
Im Supermarkt sind viele verschiedene Pastasorten erhältlich, die meisten in getrockneter Form.

Etwa sieben Kilo Pasta essen die Deutschen pro Kopf und Jahr im Schnitt - und belegen damit einen der vorderen Plätze in Europa. Meist handelt es sich dabei um Nudeln, die in getrockneter Form gekauft und direkt aus der Packung in den Topf kommen. Dabei ist frische Pasta deutlich aromatischer und lässt sich viel einfacher herstellen, als viele denken. Weitere Vorteile: Frische Nudeln kann man nach persönlichem Geschmack mit Gewürzen verfeinern oder auch färben. Zwar kostet die Herstellung des Nudelteigs etwas Zeit, dafür muss die selbst gemachte Pasta aber nur kurz kochen.

Aus welchen Zutaten besteht ein Pastateig?

Der typische Pastateig ist ein sehr einfacher Teig. Er besteht nur aus Mehl und Wasser sowie wahlweise etwas Öl und Salz. Wichtig ist die Auswahl des richtigen Mehls. Besonders gut eignet sich italienisches Hartweizenmehl (Type 00). Aber auch aus normalem Weizenmehl (Type 405 oder 550), gemischt mit Hartweizengrieß, lässt sich ein guter Nudelteig herstellen. Für Vollkornnudeln entsprechend Vollkornmehl und -hartweizengrieß verwenden.

Mehl in Zahlen

Die Typezahl beschreibt den Mineralstoffgehalt des Mehls. Je größer die Zahl, desto höher der Anteil im Milligramm pro 100 Gramm Mehl. Diese Typen werden produziert:
Weizenmehl: 405, 550, 812, 1050, 1600 (Tipo 00 = italienisches Pizzamehl)
Roggenmehl: 815, 997, 1150, 1370, 1740
Dinkelmehl: 630, 812, 1050
Vollkornmehle haben keine Typezahl.

Ein Koch bereitet Ravioli vor. © imago/Westend61 Foto: Josep Rovirosa
Für Ravioli und andere gefüllte Pasta ist ein Nudelteig mit Eiern besonders gut geeignet.

Wahlweise kann man zum Teig noch Eier dazugeben. Sie sorgen dafür, dass der Teig fester wird und geben ihm ein besonderes Aroma. Die Zugabe von Wasser ist dann nicht mehr erforderlich. Nudelteige mit Ei sind vor allem zur Herstellung von Bandnudeln oder gefüllter Pasta wie etwa Ravioli oder Tortellini empfehlenswert. Teige ausschließlich aus Hartweizengrieß sollten ohne Ei zubereitet werden, sie sind sonst nur schwer zu verarbeiten. Je nach persönlichen Vorlieben kann der Teig außerdem mit Kräutern verfeinert oder gefärbt werden, beispielsweise mit Spinat, Tomatenmark oder Tintenfischtinte.

Pasta mit und ohne Maschine formen

Teig wird durch eine Nudelmaschine gegeben. © imagol Foto: INSADCO
Eine Nudelmaschine erleichtert die Arbeit, ist aber nicht unbedingt notwendig, um Pasta selbst herzustellen.

Wenn alle Zutaten gut verknetet sind, muss der Teig noch ungefähr eine halbe Stunde ruhen. Wer eine Nudelmaschine besitzt, kann den fertigen Teig nun portionsweise hineingeben und die Platten nach Belieben weiterverarbeiten oder von der Maschine in Nudelstreifen schneiden lassen. Wer keine Maschine hat, rollt den Teig per Hand aus und schneidet ihn in die gewünschte Form.

Glutenfreie Pasta selbst machen

Wer unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, muss nicht auf Nudeln verzichten. Der Teig lässt sich alternativ auch aus Reis-, Kartoffel- oder Buchweizenmehl zubereiten. Allerdings empfiehlt sich dann bei der Weiterverarbeitung eine Nudelmaschine, da der Teig meist weniger geschmeidig ist.

Frische Pasta trocknen

Wer den Teig nicht gleich frisch verbraucht, kann die selbst gemachte Pasta auch trocknen. Dafür sind keine speziellen Ständer notwendig. Man kann die fertigen Nudeln auch einfach auf einem Küchentuch oder Backblech zum Trocknen auslegen. Nach etwa zwei Tagen sind die Nudeln durchgetrocknet und halten kühl und trocken aufbewahrt maximal drei Monate. Gefüllte Pasta sollte nicht getrocknet werden.

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