Eva Vogel © Uwe Hauth Foto: Uwe Hauth

Exklusiv im Radio: "Das Lied von der Erde"

Stand: 04.11.2020 15:00 Uhr

Ausschließlich on Air: Aus bekannten Gründen dürfen die Zwischenzeitkonzerte 37 und 38 nicht vor Publikum stattfinden. Dennoch kommen Sie in Konzertgenuss: Am 26. November 2020 sendet NDR Kultur live.

Aufgrund der stark ansteigenden Infektionszahlen hat die Bund-Länder-Konferenz beschlossen, im November 2020 das öffentliche Leben erneut einzuschränken. Dazu zählten auch die Aufführungen der NDR Radiophilharmonie.

Daher konnten die Zwischenzeitkonzerte 37 und 38 mit Eva Vogel und Thomas Mohr am Donnerstag, 26.11.20, und Freitag, 27.11.20, leider nicht vor Publikum stattfinden. Aber das Orchester spielte auch vor leerem Saal für Sie: am Donnerstag, 26. November, ab 20 Uhr als Radiokonzert auf NDR Kultur.

Sinfoniekonzert

Nur im Radio: Zwischenzeit 37 | Do, 26.11.20 | 20 Uhr
live auf NDR Kultur
Entfällt: Zwischenzeit 38 | Fr, 27.11.20 | 17 Uhr

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Eva Vogel Alt
Thomas Mohr Tenor

Gustav Mahler
Das Lied von der Erde
(Arr. Arnold Schönberg/ Rainer Riehn)

Die ursprünglich angesetzten Konzerte mit "Das Lied von der Erde" am Do, 26.11. um 17 Uhr und am Fr, 27.11. um 20:30 Uhr mussten schon früher aus organisatorischen Gründen abgesagt werden.

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Musik an der Grenze

"Die Neunte ist eine Grenze." Als Arnold Schönberg das sagte, dachte er an all die Komponisten, die neun fertige oder unfertige Sinfonien hinterließen: Beethoven, Schubert, Bruckner, Dvořák.

Und natürlich Gustav Mahler, der ausgerechnet beim neunten seiner zehn sinfonischen Werke auf eine Nummerierung verzichtet hatte – angeblich aus Aberglauben. Auch wenn Mahler die sich selbsterfüllende Prophezeiung um die verflixte 9. Sinfonie ausgetrickst hat: Mit seinem "Lied von der Erde" schuf er einen sinfonischen Liederzyklus, der im Grunde seine 9. Sinfonie ist.

Von Schönheit und Vergänglichkeit

Formal steht dieses Stück, "Das Lied von der Erde", zwischen Sinfonie und Liedzyklus. Seinen sechs Sätzen liegen altchinesische Gedichte zugrunde, die um das Leben selbst, seine Schönheit und Vergänglichkeit, kreisen. Tragischerweise war nicht nur die Arbeit an dem Werk von etlichen Schicksalsschlägen überschattet, auch die Uraufführung fand erst nach Mahlers Tod statt. Heute gilt das "Lied von der Erde" als eine seiner berührendsten und tiefsinnigsten Schöpfungen überhaupt.

Kammerversion mit Starbesetzung

Beim NDR übernehmen die Mezzosopranistin Eva Vogel und der Tenor Thomas Mohr die Gesangspartien. Chefdirigent Andrew Manze leitet die NDR Radiophilharmonie – besser gesagt: einen Teil des Orchesters, denn das "Lied von der Erde" erklingt in einer Kammerversion für je 5 Streicher und Bläser, Tasteninstrumente und Schlagzeug. Diese Version geht auf den eingangs erwähnten Schönberg zurück und wurde von Rainer Riehn vervollständigt.

Ticketrückerstattung

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