Das "War Requiem" in Liverpool

Zum Gedenken an das Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren veranstaltete die NDR Radiophilharmonie zusammen mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra in der Liverpool Cathedral ein Großprojekt: Unter Leitung von Andrew Manze erklang Benjamin Brittens monumentales "War Requiem" op. 66 - ein Werk im Geist der großen Friedens- und Gedenkmessen eines Mozart, Beethoven oder Verdi.

Aufführung des "War Requiems" in Liverpool © Mark McNulty Foto: Mark McNulty

"War Requiem" - die NDR Radiophilharmonie in Liverpool

Zu Gast in der überwältigenden Liverpool Cathedral: Für die Musiker der NDR Radiophilharmonie wurde das "War Requiem" gemeinsam mit den Liverpooler Kollegen zu einem bewegenden Erlebnis.

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Gedenkkonzert
Sa. 10.11.2018 | 19.30 Uhr
Liverpool, Cathedral (St James' Mount)

NDR Radiophilharmonie
Royal Liverpool Philharmonic Orchestra
Knabenchor Hannover
Royal Liverpool Philharmonic Choir
Andrew Manze Leitung
Susanne Bernhard Sopran
Ed Lyon Tenor
Benjamin Appl Bariton

BENJAMIN BRITTEN
"War Requiem"
für Soli, Chor, Knabenchor, Orchester und Kammerorchester op. 66

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Auf die gemeinsame Aufführung im Rahmen der Sinfoniekonzerte A folgte eine Woche später das Gastspiel in Liverpool, das wie Hannover zum Verbund der Unesco Cities of Music gehört. Brittens Requiem war von Beginn an als Projekt der Versöhnung angelegt. Uraufgeführt 1962 in dem durch die deutsche Luftwaffe zerstörten Dom von Coventry, setzt es den Opfern zweier verheerender Weltkriege, die von Europa ihren Ausgang nahmen, ein Denkmal. Für die Besetzung der Solopartien wünschte sich Britten explizit Künstler aus drei einst verfeindeten Staaten: der Sowjetunion, England und Deutschland.

Andrew Manze, Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie © NDR

Britten: "War Requiem"

In Brittens "War Requiem" sieht Chefdirigent eine musikalische Form des Gedenkens und eine Botschaft für Frieden: Es ist Ausdruck der pazifistischen Weltanschauung des Komponisten.

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Britisch-deutsche Freundschaft

Unter diesem Stern der Völkerversöhnung stand auch die Aufführung der Radiophilharmonie, die Musiker aus den beiden beteiligten Städten zusammenbrachte. So wurden die Chöre aus Hannover - Mädchen-, Knaben- und Bachchor sowie das Junge Vokalensemble - durch den Liverpool Cathedral Choir verstärkt. Von den drei Solisten stammten zwei, die Sopranistin Susanne Bernhard und der Bariton Benjamin Appl, aus Deutschland, der Tenor Ed Lyon ist Brite. Und Chefdirigent Andrew Manze verkörpert den Geist grenzenüberschreitenden Wirkens ohnehin wie kein Zweiter.

Das Projekt wurde gefördert durch die Stiftung Niedersachsen.

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