Maurice Steger © NDR Foto: Marco Borggreve

Mit Maurice Steger durch die vielfarbige Barockwelt

Stand: 09.07.2021 12:00 Uhr

Der Blockflötist und Dirigent Maurice Steger hat schon mehrfach bei unseren Barockkonzerten für große Begeisterung gesorgt. Auch diesmal hat er wieder ein attraktives Programm dabei.

Wo Maurice Steger draufsteht, ist Barock drin. Wie schon bei seinen früheren Gastspielen in Hannover hat der Schweizer Blockflötenvirtuose ein Programm mit erlesener Barockmusik zusammengestellt: Highlights von Bach und Telemann, dazu mindestens eine Neuentdeckung sowie Bekanntes in ungewohntem Gewand. Festlichen Glanz versprechen die Werke für Trompeten und Orchester. Aber auch Hörner und Oboen kommen zu Wort. Und dazwischen hat immer wieder die kleine Blockflöte ihren großen Auftritt.

1. Barockkonzert
Fr, 10.12.2021 | 18 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

Maurice Steger Leitung und Blockflöte
NDR Radiophilharmonie

Johann Sebastian Bach      
Ricercar à 6 aus "Musikalisches Opfer" BWV 1079           
Georg Philipp Telemann
Blockflötenkonzert C-Dur TWV 51:C1
Konzert D-Dur für drei Trompeten und Orchester TWV 54:D3
Philipp Jakob Rittler
Ciaccona à 7
Georg Friedrich Händel
Konzert g-Moll für Flöte und Orchester HWV 287

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Die brillanten und intimen Töne des Barock

Der Name Philipp Jakob Rittler dürfte kaum jemandem bekannt sein. Der Zeitgenosse Bibers und Buxtehudes war Priester und Komponist geistlicher Werke, schrieb aber auch hochvirtuose weltliche Musik. Ein schönes Beispiel ist die Ciaconna von 1678, die den beiden Trompeten breiten Raum zur Entfaltung lässt. In Telemanns Konzert D-Dur kommen sogar drei Trompeten zum Einsatz. Hinzu fügen sich Pauken und Oboen - geradezu ein musikalisches Sinnbild für die Repräsentationslust des Barockzeitalters. Aber natürlich hatten damals auch die leiseren, intimeren Töne ihren Platz. Und wieder liefert hier Telemann das Beispiel: mit seinem eleganten Blockflötenkonzert C-Dur. Wesentlich gravitätischer kommt das g-Moll-Konzert des jungen Händel daher.

Die künstlerische Vielfalt beginnt mit Bach

Außerdem hören Sie das sechsstimmige Ricercar aus Bachs "Musikalisches Opfer" in einer Fassung für Orchester. Hier kann sich Maurice Steger in seiner ganzen künstlerischen Vielfalt zeigen. Denn der Mann aus Graubünden ist eben nicht nur der "Paganini der Blockflöte", sondern auch Dirigent und gäbe zudem einen guten Continuospieler ab. Genau so sieht sich Steger auch: als Diener an der Musik, der verschollene Werke ausgräbt, Bekanntes neu beleuchtet - und quasi als Zugabe genial Flöte spielt.

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