Maurice Steger © NDR Foto: Marco Borggreve

Mit Maurice Steger durch die vielfarbige Barockwelt

Stand: 27.07.2022 12:00 Uhr

Der Blockflötist und Dirigent Maurice Steger hat schon mehrfach bei unseren Barockkonzerten für große Begeisterung gesorgt. Auch diesmal hatte er wieder ein attraktives Programm dabei.

Wo Maurice Steger draufsteht, ist Barock drin. Wie schon bei seinen früheren Gastspielen in Hannover hatte der Schweizer Blockflötenvirtuose für den Konzertabend am 10. Dezember 2021 ein Programm mit erlesener Barockmusik zusammengestellt: Highlights von Bach und Telemann, dazu mindestens eine Neuentdeckung sowie Bekanntes in ungewohntem Gewand. Festlichen Glanz versprachen die Werke für Trompeten und Orchester. Aber auch Hörner und Oboen kamen zu Wort. Und dazwischen hatte immer wieder die kleine Blockflöte ihren großen Auftritt.

1. Barockkonzert
Fr, 10.12.2021 | 18 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

Maurice Steger Leitung und Blockflöte
NDR Radiophilharmonie

Johann Sebastian Bach  
Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046
Ricercar à 6 aus "Musikalisches Opfer" BWV 1079           
Georg Philipp Telemann
Konzert C-Dur für Blockflöte und Orchester TWV 51:C1
Philipp Jakob Rittler
Ciaccona à 7
Georg Friedrich Händel
Konzert g-Moll für Flöte und Orchester HWV 287
Georg Philipp Telemann
Konzert D-Dur für drei Trompeten und Orchester TWV 54:D3

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Downloads
Das Programmheft zum Barockkonzert B1: Mit Maurice Steger durch die vielfarbige Welt des Barock © NDR

Mit Maurice Steger durch die vielfarbige Barockwelt

Programmheft (PDF) zum Barockkonzert 1 am 10. Dezember in Hannover. Download (585 KB)

Die brillanten und intimen Töne des Barock

Der Name Philipp Jakob Rittler dürfte kaum jemandem bekannt sein. Der Zeitgenosse Bibers und Buxtehudes war Priester und Komponist geistlicher Werke, schrieb aber auch hochvirtuose weltliche Musik. Ein schönes Beispiel ist die Ciaconna von 1678, die den beiden Trompeten breiten Raum zur Entfaltung lässt. In Telemanns Konzert D-Dur kommen sogar drei Trompeten zum Einsatz. Hinzu fügen sich Pauken und Oboen - geradezu ein musikalisches Sinnbild für die Repräsentationslust des Barockzeitalters. Aber natürlich hatten damals auch die leiseren, intimeren Töne ihren Platz. Und wieder liefert hier Telemann das Beispiel: mit seinem eleganten Blockflötenkonzert C-Dur. Wesentlich gravitätischer kommt das g-Moll-Konzert des jungen Händel daher.

Die künstlerische Vielfalt beginnt mit Bach

Zum Auftakt des Abends erklang das erste der Brandenburgischen Konzerte. Diese heute so beliebten Konzerte schrieb Bach einst für den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg - der zahlte ihm dafür jedoch keinerlei Honorar und ließ sie nie aufführen. Außerdem hören Sie das sechsstimmige Ricercar aus Bachs "Musikalisches Opfer" in einer Fassung für Orchester. Hier konnte sich Maurice Steger in seiner ganzen künstlerischen Vielfalt zeigen. Denn der Mann aus Graubünden ist eben nicht nur der "Paganini der Blockflöte", sondern auch Dirigent und gäbe zudem einen guten Continuospieler ab. Genau so sieht sich Steger auch: als Diener an der Musik, der verschollene Werke ausgräbt, Bekanntes neu beleuchtet - und quasi als Zugabe genial Flöte spielt.

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