Alexej Gerassimez spielt Kalevi Aho

Alexej Gerassimez, Perkussionist © wildundleise Foto: wildundleise
Der Perkussionist Alexej Gerassimez ist seit November 2017 Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Wenn Individuum und Gemeinschaft aufeinanderprallen, sorgt das regelmäßig für Konflikte. Wie im 2. Sinfoniekonzert C, wenn Tristan und Isolde bzw. Romeo und Julia unter dem Druck der Gesellschaft zerbrechen. Den liebesglühenden Werken Wagners und Prokofjew steht eine dezidiert kultische Musik gegenüber: das Schlagzeugkonzert des finnischen Komponisten Kalevi Aho.

Do, 21.02.2021 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

Auftakt mit Edelmann & Cello um 19 Uhr im Großen Sendesaal

Andrew Manze Dirigent
Alexej Gerassimez Schlagzeug
NDR Radiophilharmonie

RICHARD WAGNER

  • Vorspiel zu "Tristan und Isolde"
  • "Isoldes Liebestod" aus "Tristan und Isolde"
KALEVI AHO
"Sieidi"
Konzert für Solo-Schlagzeug und Orchester
SERGEJ PROKOFJEW
"Romeo und Julia" op. 64
(Auszüge aus der Ballettmusik)

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Rituale der Liebe: Wagner, Prokofjew, Aho

In den letzten 20 Jahren hat Kalevi Aho, Jahrgang 1949, Solokonzerte für alle möglichen Instrumente komponiert, für Englischhorn, Gitarre, Kontrafagott und sogar Theremin. Zu seinem Schlagzeugkonzert wurde er 2010 durch den nordfinnischen Berg Luosto und dessen magische Aura inspiriert. Daher der Titel „Siedi“ (Kultstätte), daher auch die Verwendung von rituellen Instrumenten aus aller Welt. Den Solopart in diesem Vierzigminutenstück übernimmt Alexej Gerassimez, 2014 Preisträger beim ARD-Musikwettbewerb und einer der faszinierendsten Perkussionisten seiner Generation.

Was stellt man einem solchen Werk zur Seite? Andrew Manze und die NDR Radiophilharmonie haben sich für berühmte Liebesgeschichten entschieden: für die Erzählung von Tristan und Isolde, der Richard Wagner eine ganze Oper widmete und in der er wohl auch eigene Liebesnöte verarbeitete, sowie für die von Romeo und Julia. Sergej Prokofjews Ballettmusik, anfänglich als untanzbar verschrien, hat bis heute nichts von ihrer Frische und Direktheit verloren.

Auftakt mit Edelmann & Cello

Einführungsveranstaltung um 19 Uhr im Großen Sendesaal (Eintritt frei, sofern Sie eine Konzertkarte besitzen).

Orchester und Chor