Haydns "Schöpfung": Konzertmitschnitt aus der Elbphilharmonie

Stand: 29.04.2022 22:15 Uhr

Mit einem Loblied auf die Erschaffung unserer Erde eröffneten Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester gemeinsam mit Benjamin Appl, dem WDR Rundfunkchor und dem NDR Vokalensemble das Internationale Musikfest Hamburg.

Freikarte für Ukrainerinnen und Ukrainer

Trost durch Musik: Ab sofort stehen Geflüchteten aus der Ukraine kostenlose Tickets für die Konzerte der NDR Ensembles und Konzertreihen in Hamburg, Hannover und Lübeck zur Verfügung. Immer zwei Wochen vorm Konzert und bis zum Ende der Saison buchbar. Tickets sind über den Ticketbutton oder telefonisch unter (040) 35766666 erhältlich.

Internationales Musikfest Hamburg
Do, 28.04.2022 | 20 Uhr
Fr, 29.04.2022 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Julius Heile jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Alan Gilbert Dirigent
Christina Landshamer Sopran
Benjamin Hulett Tenor
Benjamin Appl Bariton
WDR Rundfunkchor
NDR Vokalensemble
NDR Elbphilharmonie Orchester

JOSEPH HAYDN
Die Schöpfung - Oratorium Hob. XXI:2


In Kooperation mit HamburgMusik

Konzerte mit FFP2-Maske
Es keine Zugangsbeschränkungen mehr für Veranstaltungen in Elbphilharmonie und Laeiszhalle. Es besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske – während des gesamten Besuchs, auch auf dem Platz im Saal. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Elbphilharmonie.

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Am Puls der Zeit - das Internationale Musikfest Hamburg steht im Jahr 2022 unter dem Motto "Natur". Die Corona-Pandemie hat zweifellos ein neues Bewusstsein für die Bewegung im Freien, für den Genuss von frischer, uninfektiöser Luft und Landschaft geschaffen. Zugleich war die Natur nie so bedroht wie heute. Mit dem Klimawandel rächt sich die jahrhundertelange Ausbeutung unserer Erde in katastrophaler Weise.

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Für die musikalische Auseinandersetzung mit "Natur" ist Joseph Haydns bahnbrechendes Oratorium "Die Schöpfung" aus dem Jahr 1798 paradigmatisch: Kaum ein anderes Werk drückt so unumwunden freudestrahlend, so detailverliebt die Dankbarkeit über den Lebensraum des Menschen aus.

Zugleich zeigt kaum ein anderes Werk, wie sich die Zeiten in über 200 Jahren gewandelt haben. Denn die Schöpfung Gottes ist hier Anlass weder zu Demut und reumütiger Einkehr noch zu kritischer Betrachtung, sondern zu ungehemmter, der Schönheit und Zweckmäßigkeit der Welt zugewandter Lebensfreude.

Humanistische Idealvorstellung

Ganz im Sinne der Aufklärung gehört, nachdem "der Höllengeister Schar" gleich zu Beginn "erstarrt entflieht" ist, die neue Zeit allein der Ordnung und Vernunft. Der Mensch als Krone der Schöpfung ist "mit Würd’ und Hoheit" angetan - noch kein Wort ist nötig über den rücksichtslosen Umgang des Menschen mit seiner Umwelt und die Sorge um ihre Reinheit.

Was die Zeitgenossen Haydns als humanistische Idealvorstellung in einer von unsagbarem Leid auf den Napoleonischen Schlachtfeldern bestimmten Realität wahrnahmen, muss uns heute umso mehr zum Nachdenken anregen.

Zeitlos frische Musik

Unbetroffen davon bleibt Haydns geniale, einfallsreiche Musik: Mit hymnischen Engelschören, realistischen (gelegentlich auch witzigen) Naturnachahmungen und der genau richtigen Mischung aus volkstümlicher Melodik und gelehrter Kompositionstechnik war das Oratorium schon bei der Premiere ein echter Volltreffer - und blieb es bis heute!

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Montage: Wolfgang Amadeus Mozart mit In-Ohr-Kopfhörern © picture-alliance/ dpa/dpaweb | Andy Bernhaut

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