Semyon Bychkov dirigiert © Chris Christodoulou

Semyon Bychkov dirigiert Mahlers Dritte

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Sechs Sätze, etwa 100 Minuten Musik, großes Orchester, Altsolo, zwei Chöre: Mit seiner Dritten Sinfonie sprengte Mahler seinerzeit alle Grenzen. Semyon Bychkov leitet das NDR Elbphilharmonie Orchester.

Mit seinen Sinfonien hatte Gustav Mahler nichts Bescheideneres im Sinn, als "die ganze Welt" zu umfassen. Und für seine überwältigenden Musikpanoramen lieben ihn Aficionados rund um den Globus bis heute. Ein besonders ausgeprägtes Exemplar dieser klingenden Weltengemälde ist die Dritte Sinfonie, die aufgrund ihrer großen Anforderungen nicht eben täglich im Konzertsaal zu hören ist.

Do, 02.06.2022 | 20 Uhr
So, 05.06.2022 | 11 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Semyon Bychkov Dirigent
Wiebke Lehmkuhl Alt
Knabenchor Hannover
Damen des Rundfunkchores Berlin
NDR Elbphilharmonie Orchester

GUSTAV MAHLER
Sinfonie Nr. 3 d-Moll

Solange Corona-bedingte Einschränkungen gelten, gehen die Tickets für die Konzerte 2022 jeweils am ersten Dienstag des Vormonats in den Verkauf.

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Beim NDR Elbphilharmonie Orchester interpretiert nun der russische Stardirigent Semyon Bychkov, aktueller Chef der Tschechischen Philharmonie, das Werk. Solistin ist die international gefragte, aus Norddeutschland stammende Altistin Wiebke Lehmkuhl.

Musikalische Evolutionsgeschichte

"Man ist sozusagen selbst nur ein Instrument, auf dem das Universum spielt"; mit diesen Worten beschrieb Mahler einmal gegenüber Anna von Mildenburg die Komposition seiner Dritten Sinfonie. Anfangs hatte er den sechs Sätzen poetische Titel gegeben, die das Werk als eine Art musikalische Evolutions-Geschichte charakterisieren: Von der ursprünglichen Natur im ersten Satz ausgehend, gipfelt die Entwicklung - nach Stationen bei den Pflanzen, den Tieren, dem Menschen und den Engeln - schließlich im großen Gesang von der Liebe, im tief ergreifenden Schluss-Adagio.

Dass seine Sinfonie sich aber jeder formalen oder sprachlichen Festlegung entzieht, musste der Komponist später selbst einsehen: "Zu weit von allem Gewesenen entfernt sich dies, das kaum mehr Musik zu nennen, sondern nur ein ungeheurer, mystischer Naturlaut ist."

weiterer Konzerttermin
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