Konzertszene: Omer Meir Wellber dirigiert © Tato Baeza

Omer Meir Wellber & Augustin Hadelich

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Der israelische Überflieger-Dirigent Omer Meir Wellber und Associate Artist Augustin Hadelich interpretieren zwei "große Bs" der Musikgeschichte: Britten und Beethoven.

Das Beethovenjahr 2020 fiel wegen Corona weitgehend ins Wasser. Aber um die Werke des Titanen der Wiener Klassik zu spielen, braucht es ohnehin kein Jubiläum: Nach seinem gefeierten Debüt beim NDR Elbphilharmonie Orchester kehrt Omer Meir Wellber mit einer Beethoven-Begegnung der etwas anderen Art zurück.

Do, 16.12.2021 | 20 Uhr
So, 19.12.2021 | 11 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Omer Meir Wellber Dirigent
Augustin Hadelich Violine
Eli Danker Sprecher
NDR Elbphilharmonie Orchester

BENJAMIN BRITTEN
Violinkonzert d-Moll op. 15
ELLA MILCH-SHERIFF
Der ewige Fremde
Monodram für einen Schauspieler und Orchester
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Konzertkarten-Bestellung möglich ab dem 15. Juni 2021, 11 Uhr

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Beethoven-Begegnung der anderen Art

Ella Milch-Sheriffs neues Werk "Der ewige Fremde" nimmt "unseren" guten alten Beethoven mit auf eine - tatsächlich verbriefte - Traumreise in den Nahen Osten, wo ER der Fremde ist und auf die Klänge Israels stößt.

2020 von Wellber initiiert und uraufgeführt, liefert das Monodram damit seinen ganz eigenen, musikalischen Beitrag zur Migrationsdebatte. Den vertrauten Beethoven gibt's dann aber auch noch: Die zeitlos frische Vierte Sinfonie wird unter Wellbers Händen sicherlich zu einem Feuerwerk musikalischer Gestaltungskunst!

Ewige Fremde?

Der Geiger Augustin Hadelich im Porträt. © Luca Valentina Foto: Luca Valentina
Geiger Augustin Hadelich ist aktuell Associate Artist beim NDR Elbphilharmonie Orchester.

Zum Auftakt des Konzerts präsentiert Associate Artist Augustin Hadelich, Wahl-Amerikaner mit deutsch-italienischen Wurzeln, das Werk eines tatsächlichen Emigranten: "Über Europa", so berichtete Benjamin Britten, "lag dieser große faschistische Schatten der Nazis, die jeden Moment alles zugrunde richten konnten … Ich ging nach Amerika und glaubte, dass dort meine Zukunft liegen würde."

In New York fand so 1940 die Uraufführung von Brittens eindrucksvollem Violinkonzert statt - damals gespielt von einem spanischen Geigenvirtuosen, der vor dem Franco-Regime geflohen war …

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Konzertszene: Omer Meir Wellber dirigiert © Tato Baeza

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